Joss Stone und die zweite Session: Gute-Laune-Soul der Spaß macht

Als Joss Stone 2003 mit ihrem ersten Album „The Soul Sessions“ auf den Markt kam, kannten die damals 16-Jährige gerade einmal ein paar Insider. Doch das Album schlug ein: Weltweit verkaufte es sich über elf Millionen Mal und machte die kleine Joss zu einer Multimillionärin. Doch der Erfolg hatte seine Schattenseiten: Joss Stone verschwendete Unsummen und Jahre, um sich aus einem unliebsamen Plattenvertrag herauszukaufen und wurde beinahe Opfer einer Entführung. Fast zehn Jahre nach dem Debüt-Erfolg kommt nun das lang erwartete achte Album heraus. „The Soul Sessions Vol 2“, so der vielversprechende Titel eines äußerst stimmgewaltigen Albums. Joss Stone ist wieder da wo sie angefangen hat und was sie uns liefert ist großer Soul, der einfach Spaß macht.

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Joss Stone: Coverversionen von Soul-Klassikern mit brillanter Stimme

Joss Stone knüpft an ihre gute Performance des Debüt-Albums an. „Soul Sessions Vol 2“ gehen dort weiter, wo der erste Teil endete. Das Rezept ist nahezu das selbe wie damals: Soul-Klassiker neu interpretiert und mit der brillanten, ganz eigenen Stimme von Joss Stone vorgetragen. Deren Glanz hat über die Jahre nichts eingebüßt. Berühmte Songs wie „I don’t want to be with nobody but you“ von Soul-Legende Eddie Floyd oder „The love we had“ von „The Dells“ machen in ihrer Version fast noch mehr Spaß wie die Originale.

Auf dem Album sind noch neun weitere Soultracks, die Joss Stone überwiegend gelungen neuinterpretiert. So finden sich Perlen der 70er Soul-Formation „The Chi-Lites“ wie „(For God’s sake), sowie „While you’re out looking for sugar“ mit dem die 60ies-Girlieband „The honey cone“ bekannt wurde. Dieser Song ist auch gleichzeitig die erste Singleauskopplung. Etwas abweichend vom bewährten Rezept versoult Joss Stone auf ihrem neuen Album auch Musik anderer Bauart. „The high road“ von den „Broken Bells“ klingen in der neuen Version allerdings musikalisch etwas bemüht, auch wenn es die Stimme von Joss Stone am Ende wieder rausholt.

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Großartige Stimme bringt Top 10 Erfolge selbst in Deutschland

In Deutschland ist Joss Stone äußerst erfolgreich und das mit einer Musik, die nicht unbedingt prädestiniert für einen Charterfolg ist. Angesehen von einem „Best of“-Album, das in Deutschland nicht erschien und dem 2009er „Colour Me Free!“-Album schafften es alle ihre Alben in die Top 10 der deutschen Albumcharts. In ihrem noch recht jungen Leben stand Joss Stone bereits mit den größten der Großen auf der Bühne, darunter James Brown, Glayds Knight, Solomon Burke, Blondie, Smokey Robinson und Melissa Etheridge.

Das vielbachtete gemeinsame Projekt mit Mick Jagger schaffte es in Deutschland auf Platz 2 der Charts. Sie brillierte als Gastsängerin auf Alben von Jeff Beck und Ringo Starr, trat ebenso im Rahmen der „Super Bowl Pre-Game Show“ und bei einer „Grammy-Show“ auf, in den USA sozusagen der Ritterschlag für einen Künstler. Klar, dass da ein Grammy vorprogrammiert war. Und das auch, weil sie nicht immer ins vorgegebene Raster passt: So steht sie zum Beispiel barfuß auf der Bühne und ihr Haar ist -geschmacklich durchaus fraglich- gleich in mehreren Farben koloriert. Was Fans und Kritiker gleichsam an ihr lieben ist ihre einzigartige hauchige Soulstimme, die zwar nicht das größte Volumen hat, dafür aber umso feinsinniger Gefühle ausdrücken kann.

„The Soul Sessions Volume 2“ erscheint am 24. August 2012 bei Warner Music.

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Ein Kommentar

  1. Der Wahnsinn!!! Das hatte ich gar nicht mitbekommen, daß sie nochmal eine Soul-Session auflegt. Großartig – ick freu mir’n Loch in den Bauch 🙂

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