Krimi für die kalte Jahreszeit: Ake Edwardson – Der letzte Winter

Jubiläum in Göteborg: Kommissar Erik Winter ermittelt zum zehnten Mal. Deutet der Buchtitel „Der letzte Winter“ auch darauf hin, dass der zehnte Fall nun auch der letzte ist? Mit dieser spannenden Frage gehen vor allem die Fans der beliebten Krimireihe von Autor Ake Edwardson an den Start. „Der letzte Winter“ ist depressiver als seine Vorgänger, vertrakter und am Ende vielleicht etwas zu verkopft. Dennoch tut das dem Meisterwerk keinen wirklichen Abbruch. Der Krimi lebt vom faszinierenden Protagonisten, glänzt durch einfache, direkte Sprache und ist fast durchgängig spannend. Somit ist „Der letzte Winter“ unser Krimi des Monats November!

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Die Roman-Reihe reiht sich ein in die Vielzahl düsterer Schweden-Krimis, sticht allerdings durch die Hauptfigur, des Bohemiens Erik Winter. Untypisch für einen Kriminalkommissar, seine Leidenschaft für gutes Essen, das in ausgiebiger Bildsprache serviert wird. Wiederum passend für einen echten Schwedenkrimi: Die Atmosphäre, die körperlichen und seelischen Leiden des Protagonisten und die Landschaft Südschwedens, die man förmlich riecht. Keine Frage Ake Edwardson ist mit der Winter-Reihe ein Krimi-Gesamtmeisterwerk gelungen. Dass der zehnte Teil – vor allem gegen Ende- etwas abflacht, ist leicht zu verzeihen. 

Krimis & Thriller

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Der Inhalt – ohne zu viel zu verraten…

Kommissar Erik Winter macht mit seiner Familie einen Ausflug ans Meer. Die ausgelassene, fröhliche Stimmung an diesem Tag nimmt ein jähes Ende, als seine Tochter einen Toten in der Brandung findet. Etwa zur selben Zeit werden in Göteborg zwei junge Frauen gefunden, die erstickt wurden. Da behauptet die junge Polizistin Gerda Hoffner einen Zusammenhang zwischen den Fällen erkannt zu haben. Doch niemand glaubt ihr, nur Kommissar Erik Winter. Gemeinsam verfolgen sie die Spur der jungen Kollegin. Als auf einem Video ein weiterer Mord angekündigt wird, sehen die beiden ihren Verdacht auf grausame Weise bestätigt. Doch erst als Kommissar Winter klar wird, wer der Tote im Meer ist, kommt er dem Mörder gefährlich nahe.

Ake Edwardson – nicht nur im Norden Top

Ake Edwardson ist 1953 in der Nähe von Jönköping geboren und lebt heute mit seiner Frau in Göteborg. Bevor er anfing Romane zu schreiben, arbeitete er als Journalist unter anderem im Nahen Osten im Auftrag der Vereinten Nationen. Er gehört zu den erfogreichsten schwedischen Autoren seines Fachs. Neben Henning Mankell, Stieg Larsson und Liza Marklund ist er auch hierzulande Top-Export seines Landes. 1997 begann er die Erik-Winter-Reihe. Mit „Mitten im Winter“ ist nun der zehnte Krimi erschienen. Im Interview mit Spiegel-Online ließ Edwardson vor ein paar Jahren verlauten, dass nach einem 10. Erik-Winter-Roman für ihn dann auch Schluss sei, mit der Krimi-Schreiberei. Es bleibt abzuwarten, ob der Autor seine Drohung wahr werden lässt.

Das sagen die anderen

„Spannende Dialoge und eine nervenzerreißende Jagd auf den Täter“
Hörzu

„Dramaturgisch feinsinnig aufgebaute Handlung mit einer Fülle packender Dialoge“
NDR

„Genial verzwickter Plot, wahnsinniger Täter – Lesestoff für Hartgesottene“
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