Lady Vegas – der perfekte Blockbuster für den verregneten Sommer

Das sonnige Zockerparadies Las Vegas, dubiose Sportwetten und mitten drin ein Star-Ensemble bestehend Bruce Willis, Catherine Zeta-Jones, Rebecca Hall und Vince Vaughn. Und das ist noch längst nicht alles, auch hinter der Kamera ein Star: Stephen Frears führte Regie bei diesem sensationell unterhaltsamen Blockbuster. Was will man im derzeit so trüben deutschen Sommer mehr! Mit „Lady Vegas“ ist den Machern Unterhaltung mit viel Witz und Charme gelungen. Kinostart in Deutschland ist der 19. Juli.

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Modernes Märchen mit viel Carme und coolen Bilder

Wer zockt hier wen ab? Der gefeierte britische Regisseur Stephen Frears („High Fidelity“, „Die Queen“) schickt in „Lady Vegas“ ein illustres Star-Ensemble mit Bruce Willis („Moonrise Kingdom“), Catherine Zeta-Jones („Lieber verliebt“) und Vince Vaughn („Dickste Freunde“) ins amerikanische Zockerparadies Las Vegas. In diese merkwürdige Welt der Zocker, Buchmacher und Profi-Spieler, in der ganz eigene Gesetze gelten.  In Frears’ neuer Independent-Komödie verwischt nicht nur die Grenze zwischen legal und illegal – auch die Beziehungen zwischen den Hauptfiguren werden immer wieder neu ausgewürfelt, und die Einsätze steigen.

In der Titelrolle brilliert Rebecca Hall („Vicky Cristina Barcelona“, „Frost /Nixon“) als selbstbewusstes Ex-Showgirl auf dem Weg nach oben, das sein ungeahntes Talent als Wett-Profi entdeckt. Das Drehbuch von D.V. DeVincentis (High Fidelity, Grosse Pointe Black) basiert auf dem Bestseller „Lay the Favorite: A Memoir of Gambling“ von Beth Raymer. Dort erzählt sie von ihrem Aufstieg von der einfachen Bedienung einer Cocktail-Bar zu einer der besten Buchmacherinnen der Wettbranche.

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Stripperin auf dem Weg nach oben

Pogewackel und ein sinnlicher Augenaufschlag – das kann doch nicht alles im Leben sein! Als Stripperin in Florida findet Beth Raymer (Rebecca Hall) zwar ihr Auskommen, aber manche ihrer Kunden sind schon etwas merkwürdig. Außerdem sie hat große Pläne, mehr aus sich zu machen. Die Welt müsste einer schönen, jungen und intelligenten Frau doch schließlich offenstehen. Also bricht sie nach Las Vegas auf, um dort einen Job als Bedienung in einer der hippen Cocktailbars zu suchen. Aber Las Vegas, wie Beth feststellen muss, hat nicht auf sie gewartet. Doch sie ist nun einmal nicht der Typ, die Niederlage einzugestehen und zum Leben als Stripperin zurückzukehren. Ihre Freundin Holly (Laura Prepon), die sie in Vegas kennen gelernt hat, stellt sich als Retterin in der Not heraus: Sie besorgt ihr eine Anstellung bei „Dink, Inc.“, dem schäbigen Kleinbetrieb von Dink Heimowitz (Bruce Willis), der sein Geld mit Sportwetten verdient.

Dink ist mit seiner Vorliebe für Khakishorts, Polohemden und weißen Kniestrümpfen nicht gerade zur Stil-Ikone geboren, aber er hat eine unerschöpfliche Energie, wenn es um das Wettgeschäft geht. Seine Kommandozentrale ist mit Telefonen und riesigen Flachbildschirmen vollgestellt, auf denen Dink und seine Angestellten die aktuellen Wettquoten bei allen möglichen Sportarten, von Football bis Pferderennen, von Boxen bis Baseball, überwachen und sofort zuschlagen, wenn sich eine Quote zu ihren Gunsten ändert. Die Feinheiten von Dinks komplizierten Kalkulationen in Sachen Quoten, Kombiwetten und Spreads entgehen Beth völlig, aber trotzdem oder vielleicht sogar deswegen, lernt Dink sie schnell zu schätzen. Ihr Job besteht darin, in verschiedenen Wettbüros Vor-Ort-Wetten abzugeben, bei denen Dink eine vorteilhafte Quote ausgemacht hat. Auch wenn Dinks Geschäft hier in Vegas völlig legal ist, hat er doch, genau wie sie, eine etwas halbseidene Vergangenheit. Aber nicht nur das fasziniert ihn an ihr: mehr noch ihr unglaubliches Zahlengedächtnis und ihre blitzschnellen Rechenkünste.

Glamour, Eifersucht und Aberglaube

Beth kommt prima mit ihrem neuen Chef aus, aber als Dinks Ehefrau Tulip (Catherine Zeta-Jones) von ihrer Karibik-Kreuzfahrt zurückkehrt, bedeutet das das vorläufige Ende ihres glamourösen neuen Lebens. Weil der zutiefst abergläubische Dink meint, dass Tulip ihn irgendwie verhext hat, ist er überzeugt, dass er seine aktuelle Glückssträhne nur Beth und ihren magischen Qualitäten als Glücksbringer zu verdanken hat. Aber für Tulips Geschmack ist die Beziehung zwischen Dink und Beth, seinem Maskottchen, viel zu intim. Sie bringt ihn schließlich dazu, Beth zu feuern.

Beth ist verzweifelt und zutiefst gekränkt und als sie zufällig den ganz normalen Typen Jeremy (Joshua Jackson) kennen lernt, der mit der Welt des Glücksspiels rein gar nichts zu tun hat, entschließt sie sich, diese Welt ein für alle Mal hinter sich zu lassen. Unterdessen hat Dink seit dem Weggang von Beth nichts als Pech und seine schwarze Serie steigert sich noch, als er Holly mit einer wichtigen Wette betrauen muss, weil sonst keiner seiner Angestellten zur Hand ist. Die immer etwas unzuverlässige Holly baut aber Mist mit katastrophalen Folgen für Dinks Bilanz. Dink bekniet Tulip, Beth wieder anheuern zu dürfen und verspricht ihr auch hoch und heilig, dass er keinerlei romantische Hintergedanken hat. Doch als die Pechsträhne auch mit Beth unverändert weitergeht, schmeißt Dink sie ein zweites Mal raus.

Sehr amerikanisches Ende auf Umwegen

Beth geht nach New York, zieht mit Jeremy zusammen, und findet einen neuen Job – ausgerechnet bei Dinks altem Bekannten, dem Buchmacher Rosie (Vince Vaughn), der auf illegale Wetten spezialisiert ist. Dink warnt Beth zwar eindringlich vor Rosie, als er von ihrer neuen Anstellung auf der anderen Seite des Gesetzes hört, aber sie bleibt Rosie treu. Der aber versucht, ein ganz großes Rad zu drehen; er zieht Beth immer weiter in seinem krummen Geschäfte mit hinein, und sie wiederum schleppt Jeremy mit. Als Rosie sich mit seinem großen Coup hoffnungslos übernimmt und alles um Beth herum zusammenzubrechen droht, sucht sie schließlich doch wieder Hilfe bei Dink. Doch auch wenn er einige Insider-Tipps parat hat, wie Beth und Jeremy ihren Hals noch aus der Schlinge ziehen können – am Ende muss sich Beth auf ihre eigenen Instinkte verlassen, um das Richtige zu tun, damit es doch noch ein Happy End gibt.

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