Ostwind: Zauberhafter Film über eine ungewöhnliche Freundschaft

Ostwind ist ein Film über eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen Mensch und Tier. Ein Film über das Leben zwischen Kindheit und Erwachsensein. Und endlich mal wieder ein Pferdefilm. Der Film ist allerdings deshalb nicht nur was für Mädchen. Er kommt am 21. März in die deutschen Kinos.

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Strafaktion der Eltern führt zu Ostwind

Mika ist außer sich vor Wut. Weil sie die Versetzung in die nächste Klasse nicht geschafft hat und obendrein mit ihrer Freundin aus Versehen das Auto ihres Lehrers abgefackelt hat, verkünden ihre Eltern eine Planänderung: Statt Feriencamp heißt es nun, den Sommer lang zu büffeln – und das ausgerechnet auf dem Pferdegestüt ihrer strengen Großmutter. Obwohl Mika keine Ahnung von Pferden hat, hat sie dort ganz andere Dinge im Kopf, als sich hinter Büchern zu verstecken und sich vom Stallburschen Sam bewachen zu lassen. In der dunkelsten Box des Pferdestalls findet sie den wilden und scheuen Hengst Ostwind. Weder Michelle, die beste Springreiterin am Hof, noch Mikas Großmutter können das gefährliche Pferd bändigen. Magisch angezogen von dem nervösen Tier, schleicht sich Mika trotz aller Warnungen heimlich in den Stall. Das ist der Beginn einer ungewöhnlichen Freundschaft, denn Mika entdeckt dabei ihre wahre Leidenschaft und ganz besondere Gabe: Sie versteht die Sprache der Pferde! Wird sie es schaffen Ostwind zu zähmen?

Ostwind – Deutscher Kino-Trailer in HD

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Die Schauspieler sind wahrer Glücksgriff

Die jugendlichen Hauptrollen sind mit Hanna Binke als Mika und Marvin Linke in der Rolle des Stallburschen Sam mit echten Newcomern besetzt. Nina Kronjäger und Jürgen Vogel spielen Mikas vielbeschäftigte Eltern, weitere Hauptrollen übernehmen Tilo Prückner als der verschrobene Herr Kaan und die wunderbare Cornelia Froboess als Großmutter. Zudem ist Detlev Buck  in der Rolle des Dr. Anders zu sehen. Für die anspruchsvolle Arbeit mit den Filmpferden wurde die Pferdetrainerin und „Pferdeflüsterin“ Kenzie Dysli engagiert.

Endlich kommt wieder ein richtiger Pferdefilm ins Kino

„Wir haben schon lange mit dem Gedanken gespielt, einen richtigen Pferdefilm zu machen“, sagt Ewa Karlström, die gemeinsam mit Andreas Ulmke-Smeaton die Produktionsfirma SamFilm betreibt und „Ostwind“ als Produzentin aus der Taufe hob, über die Ursprünge des Projekts. „Es gibt eine riesige Pferdefangemeinde, gerade bei den jungen Mädchen. Und einen Film, der auf die Bedürfnisse dieser Gemeinde zugeschnitten ist, gab es einfach nicht in Deutschland, wenn man einmal von Detlev Bucks „Hände weg von Mississippi“ absieht, der sehr schön, aber auch kein typischer Pferdefilm ist. Wir fanden also, dass es Zeit war für ein richtiges Pferdeabenteuer für die ganze Familie.“

Dreh mit echten Pferden nicht immer einfach

Eine besondere Herausforderung für SamFilm war natürlich der Dreh mit Pferden – absolutes Neuland für die Produktionsfirma. „Wir haben uns schon während der Entwicklungsphase Gedanken darüber gemacht, was mit Pferden tatsächlich realisierbar wäre und welche Pferde für den Dreh in Frage kämen“, erzählt Ewa Karlström, die schon in dieser Phase Kontakt zu der Firma filmpferde.com aufnahm. „Sie klopften das Drehbuch auf Umsetzbarkeit ab und gaben uns grünes Licht, dass sich tatsächlich alles von uns Gewünschte machen ließe. Das war natürlich ermutigend. Es stand aber auch schnell fest, dass wir mehr als nur ein Pferd brauchen würden.“

Neben unserem Hauptpferd, dem Wallach James, kamen schließlich fünf weitere Pferde-Double zum Einsatz, damit alle Szenen mit dem vermeintlich unbezähmbaren Ostwind so gedreht werden konnten, wie es vom Drehbuch verlangt wurde . „Unser großes Glück war, dass wir Kenzie Dysli gefunden haben“, sagt Ewa Karlström. „Ihr gehören die Pferde James und Attila, beide schwarz, sie ist mit ihnen von Kind an auf aufgewachsen. Und sie hat auch noch die gleiche Statur wie unsere Hauptdarstellerin, ist genauso groß und zierlich. Sie kann dieselben Klamotten tragen wie Hanna. Wenn man ihr eine Perücke aufsetzte, war sie ein perfektes Double für alle etwas anspruchsvolleren Pferdeszenen, und die beiden Tiere haben ihr natürlich blind vertraut.“

Schwierige Stunts auf dem Rücken der Pferde

Für alle schwierigeren Stunts wurde Kenzie Dysli eingesetzt, der in den Szenen, in denen Mika mit Ostwind förmlich zu tanzen scheint oder in denen sie freihändig ohne Sattel galoppiert, schier Unmögliches gelang. Selbst Pferdeexperten zeigten sich beeindruckt. Dabei entpuppten sich eher vermeintlich einfache Szenen als besonders kompliziert: „Es gibt da einen Moment, in dem Mika am Boden liegt, und Ostwind soll ihr zärtlich mit der Schnauze über das Gesicht fahren“, erinnert sich Ewa Karlström. „Das Pferd war aber zunächst einfach nicht dazu bewegen, an ihrer Backe zu schnuppern. Es schnupperte immer an der Hand, wo sich üblicherweise immer die Belohnungen befinden. Also nahm sich Kenzie übers Wochenende die Zeit und legte die Leckereien immer auf ihre Backe, um den Wallach entsprechend zu trainieren. Als wir den Dreh am Montagmorgen wieder aufnahmen, funktionierte es dann einwandfrei: James schnupperte an der Backe, weil er da die Belohnungen erwartete. Auf solche Tricks mussten wir immer wieder zurückgreifen.“ Egal, was gemacht wurde, stets gab sich die Produktion jede erdenkliche Mühe, alle Tierschutzauflagen zu erfüllen. „Den Tieren ging es immer gut. Am schlimmsten war für die Tiere eine richtige Bremsenplage, unter der allerdings auch die menschlichen Crewmitglieder zu leiden hatten.“

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Alle Tiere mussten in die Maske, um im Look aneinander angeglichen zu werden. Für Ostwind stellte sich Katja von Garnier ein ganz bestimmtes Aussehen vor. Der Hengst sollte eben nicht einfach nur schwarz sein, wie so viele andere Pferde in der Filmgeschichte davor. Er sollte auch eine weiße Blesse haben und weiße Strähnen in seiner Mähne, um ihn unverkennbar zu machen. „Katja denkt enorm visuell“, meint Ewa Karlström. „Und sie hatte einfach dieses Bild vor sich von diesem Mädchen mit den roten Haaren auf einem schwarzen Pferd mit weißer Blesse und weißer Mähne in der Landschaft vor sich. Überhaupt hat sie eine Gabe, jede Einstellung, jedes Bild besonders aussehen zu lassen, alle sind kleine Kunstwerke.“

Regisseurin Katja von Garnier ist selbst große Pferdenärrin

Produzentin Ewa Karlström verbindet eine langjährige Freundschaft mit der Filmemacherin Katja von Garnier. Die beiden studierten Ende der Achtzigerjahre und Anfang der Neunzigerjahre gemeinsam an der Hochschule für Film und Fernsehen in München und gründeten 1990 auch ihre erste Produktionsfirma miteinander – die Vela-X Filmproduktion. Gemeinsam stemmten sie von Garniers Studienabschlussfilm „Abgeschminkt!“, der sich trotz einer Lauflänge von nur knapp einer Stunde zum Kinophänomen entwickelte und mehr als eine Million Tickets verkaufen konnte. „Wir haben seither immer Kontakt gehalten, auch nachdem Katja in die USA gezogen war, und haben eigentlich nur auf ein geeignetes Projekt gewartet, um wieder zusammenarbeiten zu können“, sagt Ewa Karlström.

Dass dieses Projekt „Ostwind“ sein würde, ist allerdings eher einem Zufall geschuldet. „Ich wusste, dass Katja vernarrt in Pferde ist und hatte ihr gegenüber auch einmal von „Ostwind“erzählt, allerdings ohne dass sie darauf reagiert hat“, erinnert sich die Produzentin. „Eines Tages war sie bei uns im Büro zu Besuch und stieß zufällig auf die Präsentationsmappe von „Ostwind“. Sie war sofort Feuer und Flamme und sagte: ,Ewa, ich wollte schon immer einen Pferdefilm machen!’ Ich musste lachen und antwortete: ,Aber Katja, ich habe Dir das Drehbuch doch schon vor längerer Zeit zugeschickt.’ Daraufhin las sie es durch und war begeistert. Es ist ja nicht nur ein Pferdefilm, sondern erzählt auch von den unterschiedlichen Schulen, wie mit Pferden umgegangen wird: Traditionelles Springreiten, bei dem Pferde hart rangenommen werden, im Gegensatz zu dem Natural Horsemanship, bei dem das Pferd als Individuum betrachtet wird und man mit einer ganz anderen Einstellung an das Tier herantritt. Das ist ein Thema, das Katja persönlich sehr am Herzen liegt – sie hat selbst zwei Pferde und glaubt unbedingt an das Natural Horsemanship.“ Mit Katja von Garnier als Regisseurin an Bord wurde das Drehbuch zur Drehfassung weiterentwickelt.

Über die Zusammenarbeit mit der Regisseurin sagt Ewa Karlström: „Unsere Zusammenarbeit ist geprägt von großem gegenseitigen Vertrauen, was auch beinhaltet, dass wir miteinander jederzeit Klartext reden können. Wir wissen, dass es um die Sache geht und um nichts anderes. Ich habe versucht, Katja alles zu ermöglichen, was sie umsetzen wollte, und Katja hat ihrerseits alles gegeben, um in der Zeit und im Budget zu bleiben. Was sie besonders auszeichnet: Sie gibt nie auf, sie gibt sich nie mit einem Kompromiss zufrieden und findet dann schließlich auch immer einen Weg, das umzusetzen, was sie sich vorgestellt hat. Alles hat perfekt geklappt, was auch unserem ausgezeichneten Team zu verdanken war. Torsten Breuer ist als Katjas alter Kameramann wieder mit dabei, und auch Nina Kronjäger war von der alten Mannschaft von „Abgeschmikt“ wieder mit an Bord. Jeder brachte ein paar Leute mit, und dann kamen aufgrund der Fördereffekte auch Crewmitglieder aus den Ländern, in denen gedreht wurde, dazu, an die wir sonst vielleicht nicht gedacht hätten, die sich aber als absolut wunderbar erwiesen. Ich kann mich kaum an einen so homogenen und harmonischen Stab erinnern wie hier. Alle freuten sich auf die Arbeit, auch wenn es mal hart auf hart kam. Weil wir mit Kindern und Pferden gedreht haben, war von vornherein klar, dass die Drehzeiten nicht ausufern konnten.“

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