Red Lights: Mystery-Thriller mit Star-Besetzung

Akte X meets 2012: Sigourney Weaver als Wissenschaftlerin, die sich der Entlarvung übernatürlicher Phänomene verschrieben hat und Robert de Niro als eiskalter Magier und damit Gegenpart sind schon einmal zwei Gründe, die für den neuen Mystery-Thriller „Red Lights“ sprechen. Und auch sonst ist der Film äußerst spannende Unterhaltung. Trotz minimalistischem Setting oder gerade mit deswegen, ist „Red Lights“ ein packender und grundsolider Mystery-Thriller. Kinostart in Deutschland ist der 9.8.2012.

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Das Geheimnis von „Red Lights“: Star-Ensemble und packende Story

Mit seinem dritten Spielfilm „Red Lights“, beweist Regisseur Rodrigo Cortés nach dem preisgekrönten „Concursante“ („The Contestant – Der Kandidat“, 2007) und „Buried – Lebend begraben“ (2010), dass er zu den ganz großen Newcomern Hollywoods gehört.

Ein wahres Star-Ensemble hat er dafür zusammengecastet: Alien-Legende Sigourney Weaver („Avatar – Aufbruch nach Pandora“, „Alien“), der geniale Robert De Niro („Meine Frau, unsere Kinder und ich“, „Killer Elite“), Nachwuchsstar und Mädchenschwarm Cillian Murphy („In Time – Deine Zeit läuft ab“, „Inception“), sowie Elizabeth Olsen („Martha Marcy May Marlene“), Toby Jones („Die Tribute von Panem – The Hunger Games“) und Joely Richardson („Verblendung“).

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Der genau recherchierte, packende Plot um Wissenschaft und Parapsychologie bewegt sich haarscharf an der Schnittstelle von Wahrhaftigem, Möglichem und Übersinnlichem. Spannender, und im besten Sinne moderner, war Psychothrill lange nicht mehr.

Bekannte Qualität: Sigourney Weaver als Wissenschaftlerin

Dr. Margaret Matheson (Sigourney Weaver) und ihr junger Assistent Dr. Tom Buckley (Cilian Murphy) werden von verzweifelten Eltern zu einem Haus gerufen, in dem es angeblich spukt. Ein Routineauftrag – sie bauen ihre hochsensiblen Kameras und Aufzeichnungsgeräte auf, dann kann die okkulte Sitzung unter Leitung des blonden Kindermädchens beginnen. Und wirklich, der Tisch wackelt, das Haus bebt – ohne dass die Wissenschaftler eine Spur finden können.

Erst als Margaret sich die kleine Tochter zur Seite nimmt, kommt die Wahrheit ans Licht: Sie und ihre Schwester wollten nie wegziehen aus ihrer alten Umgebung, der Schule und den Freundinnen. Jetzt haben sie, unterstützt von ihrem Kindermädchen, einen Weg gefunden, im Haus mit Hilfe einfacher Tricks Angst und Schrecken zu verbreiten. Die Familie, die erst kürzlich eingezogen ist, ist fertig mit den Nerven und fast bereit, den Wünschen der kleinen Töchter zu folgen und das Haus zu verkaufen.

Atemberaubend: Robert de Niro als eiskalter Magier

Wieder hat sich ein Fall vermeintlich übersinnlicher Kräfte ganz profan aufgeklärt. Seit über 30 Jahren ist Dr. Matheson im Geschäft und hat in all der Zeit nicht einmal ein echtes paranormales Phänomen erlebt. Jede noch so übernatürlich erscheinende Regung hat in der Regel einen erklärbaren, meist von simplem Profitstreben getriebenen Hintergrund. Das bleut die angesehene Wissenschaftlerin ihren Studenten immer wieder ein. Angefacht wird der Hellseher-Rummel aber immer wieder durch bestimmte Medien. V. a. die Kabelsender stürzen sich auf jede vermeintliche Sensation und bieten damit skrupellosen Geschäftemachern ein Forum.

So auch dem Superstar der Szene, dem blinden Medium Simon Silver (Robert de Niro), der sich nach vielen Jahren mysteriöser Zurückgezogenheit wieder in der Öffentlichkeit zeigt und ankündigt, sich mit einigen großen letzten Auftritten endgültig zu verabschieden.

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Psycho-Hokuspokus oder gefährliche Magie?

Tom springt sofort an auf diese Chance, einen der größten Scharlatane der Branche zu entlarven und ihm das Handwerk zu legen. Er bedrängt Margaret, die er verehrt und zu der auch ein freundschaftliches Verhältnis hat, sich der Aufgabe zu stellen. Ehrgeizig wie er ist weist er seine Mentorin darauf hin, dass sie das auch ihrem wissenschaftlichen Ruf und der Fortentwicklung ihres Lehrstuhls schuldig ist, den ihr der ewige Rivale Dr. Paul Shackleton (Toby Jones) streitig zu machen sucht.

Zu allem Überfluss hat sich Simon Silver auch noch bereit erklärt, sich im Scientific Paranormal Research Center von Dr. Shackleton eingehendst untersuchen und in die Karten schauen zu lassen.

Doch Margaret reagiert zurückhaltend. Sie fürchtet, dass ihre bewährten Methoden, mit denen sie andere Vertreter des Psycho-Hokuspokus überführt, bei Silver nicht greifen könnten. Der Grund ihrer Befürchtungen liegt 30 Jahre zurück. Damals hatte Silver sie für einen kurzen Moment zum Zweifeln gebracht, als er sie öffentlich während einer Fernsehsendung auf ihren im Koma liegenden Sohn ansprach und in Aussicht stellte, dass es für ihn Hilfe im Jenseits geben könnte. Ein Ereignis, das sie tief und völlig unvorbereitet traf –niemand wusste von der Existenz ihres Sohnes– und an das sie noch heute nur mit Schaudern zurückdenken kann.

Besessenheit versus Skrupellosigkeit

[sam id=“31″ codes=“true“]Sie warnt Tom vor Silvers Skrupellosigkeit und Härte, die sie einmal mehr erlebt, als sie, provoziert von seiner eiskalten Assistentin, in einer TV-Talkshow in die Enge getrieben wird. Margaret ist mit ihren Kräften am Ende – auch die Sorge um ihren Sohn und die quälende Frage, ob sie die Beatmungsgeräte abstellen soll, die ihn seit Jahrzehnten am Leben halten, haben sie zermürbt. Als sie nicht zum Unterricht erscheint, findet der erschütterte Tom seine Lehrerin tot in ihrer Wohnung.

Jetzt gibt es für Tom kein Halten mehr. Jung, brillant, ehrgeizig und aggressiv, getrieben von einer unerklärlichen Anziehungskraft, arbeitet der Physiker an Silvers Enttarnung. Diese Aufgabe wächst sich zur Besessenheit aus, die auch seiner Freundin Sally (Elizabeth Olson), eine von Margarets Studentinnen, unheimlich wird. Während Simon Silver seinen großen letzten Auftritt vorbereitet und Tom sich immer mehr in die Aufgabe hineinsteigert, ihn zu entlarven, häufen sich mysteriöse und bedrohliche Vorfälle. Alles läuft auf die große Konfrontation zu, die sich in einer Orgie der Gewalt während Silvers Bühnenshow entlädt – mit einer Wende, die für alle, auch für die beiden Erzrivalen, überraschend kommt.

Minimalistisches Setting für „Akte X“-Plot

Das visuelle Konzept ist streng, ausgesucht, eine Art ernsthafter Eleganz, kombiniert mit einer hohen Dosis spürbar Organischem. Wir haben versucht, das Licht präzise zu gestalten, ästhetisch, glaubwürdig und sehr physisch, seine Planung strikt und bezaubernd. Der Zuschauer muss ein Höchstmass von emotionaler Intensität durchleben, die Bedrohung durch das Unbekannte handfest erleben. „Red Lights“ ist ein bodenständiger Film, stylish, aber verschwitzt, mit wachsenden Kontrasten, mit einer Anmutung, die sowohl erschreckend als auch greifbar ist, emotional und realistisch. Eine permanente Unsicherheit besteht im Hinblick auf das Geschehen, sei es spektakulär oder nicht, sich auf unerklärliche Manifestationen beziehend oder auf anderes; Argumente könnten beide Theorien unterstützen. Zweifel als Dauerzustand.

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