Spring Breakers: Sex, Drugs & Raubüberfall

Amerikanische Studenten brechen zwischen der Pause von Winter- und Frühlingsquartal zum Spring Break, den Frühlingsferien auf. Diese dauern meist ein bis zwei Wochen und sind verbunden mit einer Reise an die Sonne, in der Regel nach Florida. Regisseur Harmony Korine hat dazu eine fiktive Geschichte verfilmt und sie „Spring Breakers“ genannt. Die vier Heldinnen Faith (Selena Gomez), Cotty (Rachel Korine), Candy (Vanessa Hudgens) und Brit (Ashley Benson) haben zu Beginn kein Geld für die Reise. Also beschließen sie, sich welches zu beschaffen – auf illegalem Weg. Spring Breakers kommt diese Woche in die deutschen Kinos.

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Spring Breakers: Quietschbunter Roadtrip im Bikini

Von Kindesbeinen an sind Brit (ASHLEY BENSON), Candy (VANESSA HUDGENS), Cotty (RACHEL KORINE) und Faith (SELENA GOMEZ) beste Freundinnen. Jetzt stehen die Spring Breaks vor der Tür und die Girls wollen, wie so viele Mädchen in ihrem Alter, nach Florida und dort richtig Gas geben. Das nötige Kleingeld, um den Trip zu finanzieren, beschaffen sie sich kurz entschlossen durch einen Überfall – und überschreiten damit eine gefährliche Grenze, von der es kein Zurück gibt. Euphorisch stürzen sich die Girls ins Abenteuer, taumeln von einem Exzess zum nächsten, bis sie auf einer Drogenparty festgenommen werden und im Knast landen. Rettung naht in Gestalt des unberechenbar-charismatischen Drogendealers Alien (JAMES FRANCO), der die Mädchen aus dem Gefängnis holt. Durch seinen exzessiven Lebensstil beeindruckt er die vier und schnell stellt sich eine gefährliche Verbundenheit zwischen Alien und den „Spring Breakers“ ein. Gemeinsam erleben sie den wildesten Trip ihres Lebens – voller Alkohol, Drogen, Sex und Gewalt.

Endlose Partys und bittere Abstürze

Mit einem gnadenlos grellen und grotesk überzogenen Party-Movie macht Regisseur Harmony Korine (Drehbuch für KIDS) seinem Namen als „Enfant terrible“ Hollywoods einmal mehr jede Ehre – und liefert zugleich eine fesselnd-verführerische Arbeit ab, deren krassen Oberflächenreizen sich auch ein breites Publikum nur schwer entziehen kann. Mit Selena Gomez, Vanessa Hudgens, Ashley Benson und Rachel Korine höchst attraktiv besetzt, erzählt SPRING BREAKERS vom endlosen High ausschweifender Partyexzesse und bitteren Abstürzen. Trumpfass ist die Rolle von Superstar James Franco (PLANET DER AFFEN: PREVOLUTION, SPIDER-MAN) als Drogendealer Alien, der hier eine atemberaubende Performance abliefert. Hinzu kommt ein pumpender Soundtrack von Cliff Martinez (DRIVE), auf dem unter anderem Tracks der Dubstep-Größe Skrillex und James Franco in einer einmaligen Interpretation von Britney Spears‘ „Everytime“ zu hören sind.

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Deutscher Kinotrailer zu Spring Breakers in HD

 

Achtung Spoiler: Springbreakers – Die Party ihres Lebens

Spring Break steht vor der Tür. Wie jedes Jahr bereiten sich hunderttausende amerikanische Jugendliche darauf vor, die kurzen Ferien im Frühjahr zu nutzen, um wie die Heuschrecken in den Strandmetropolen von Florida, Kalifornien und Mexiko einzufallen. Das Programm: sich ein paar Tage der absoluten Maßlosigkeit, dem bedingungslosen Exzess hinzugeben, mit Sex, Drogen, Alkohol und lauter Musik zu feiern, bis nicht einmal mehr der Doktor kommt, um dann wieder zurückzukehren in ihren tristen Alltag.
Brit (ASHLEY BENSON), Candy (VANESSA HUDGENS), Cotty (RACHEL KORINE) und Faith (SELENA GOMEZ) sind beste Freundinnen in einer Kleinstadt, wie es sie in den USA zu Tausenden gibt. Abends hängen Brit, Candy und Cotty mit ihren Freunden in deren Wohnzimmern ab und dröhnen sich mit Cannabis und Crack zu. Sie langweilen sich. Aber sie haben einen Plan. Während sie Vorlesungen über Hitler über sich ergehen lassen müssen, stellen sich Brit und Candy vor, wie sie sich beim Spring Break den Titel der „Spring Break Bitch“ verdienen. Sie träumen von Sex und Waffen. Die unbescholtene Faith hingegen betet in ihrem Bibelkreis und in der Kirche zu Jesus. Sie ist glücklich. Aber tief in sich spürt sie, dass sie mehr will vom Leben. Ihre Bibelkreis-Freundinnen warnen sie vor Brit, Candy und Cotty: sie seien kalt und „super hardcore“.
Wenn sie zusammen sind, sieht man noch die unschuldigen kleinen Mädchen, die sie einmal waren. Sie singen Lieder von Britney Spears und spielen Kinderspiele. Mit dem gleichen Gestus kopieren sie die nihilistischen Gangster-Posen, die sie aus Hip-Hop-Videos kennen, eine Welt, in der es nichts Cooleres gibt als großkalibrige Wummen. Beim Spring Break sollen sich ihre Wunschträume erfüllen. Dafür haben sie seit Jahresbeginn gespart. Doch als sie das Geld zusammenwerfen, stellen sie fest: Es reicht hinten und vorne nicht, um bis nach Florida zu kommen. All ihre Schulkameraden sind längst unterwegs – und sie sind dazu verdammt, in ihrem Kaff, in ihrem öden Alltag zu bleiben. Wenn sie die Dinge nicht in die eigenen Hände nehmen.

Die Mädchen, die pinke Hello Kitty-Klamotten und Kuschelkatzen-Rucksäcke tragen, planen einen Überfall. Minutiös bereiten sich Brit, Candy und Cotty darauf vor, die Besucher eines Fast Food-Restaurants auszurauben. Wie in einem Videogame soll die Aktion ablaufen, reden sie sich ein, dann muss man keine Angst haben, dann kann man alles schaffen. Bewaffnet mit Hämmern und vermummt mit Skimasken schreiten sie zur Tat – und sind zu ihrer eigenen Überraschung erfolgreich. Der Kick ist besser als jede Droge. Jetzt haben sie das nötige Geld. Florida kann kommen …
Spring Break ist zunächst genau so, wie sie es sich vorgestellt haben. Mit Tausenden anderen Gleichgesinnten feiern sie die ewige Party, zelebrieren die ultimative Freiheit. Alle Regeln sind außer Kraft gesetzt. Wenn sie in neonfarbenen Bikinis auf ihren Scootern durch die Straßen düsen, fühlen sie sich wie Königinnen. Besser kann es nicht mehr werden. Bei einer Open-Air-Sause sehen sie zum ersten Mal Alien (JAMES FRANCO), einen superlässigen Rapper, der mit seiner Flechtfrisur und bis an die Zähne versilbert aussieht wie eine weiße Ausgabe von Lil Wayne. Mit heißen Beats heizt er den Partywütigen ein.

Schnell verblasst ihr altes Leben in ihren Gedanken. Längst haben die Mädchen eine unsichtbare Linie überschritten. Die Partys werden immer härter, die Exzesse immer verzweifelter. Nur Faith bekommt erste Zweifel. Wenn sie sagt, sie wolle nie mehr nach Hause zurückkehren, ist das nur noch eine Durchhalteparole. Für ihre Freundinnen ist es ein Versprechen, ein Pakt. Sie wollen immer weiterfeiern, alle Grenzen überschreiten. Auf einer aus dem Ruder gelaufenen Koksfete werden sie schließlich von der Polizei verhaftet und in den Knast gesteckt. Es ist eine ernüchternde, erschütternde Erfahrung für die Mädchen.
Bis der mysteriöse Alien erscheint und die Kaution bezahlt. Begleitet von einer Posse nicht minder finster aussehender White Trash-Typen im Hip-Hop-Outfit beeindruckt er die Mädchen sogleich mit seiner großspurigen Art, seiner krass aufgepimpten Luxuskarosse, seinen Connections, seinem Geld, seiner Villa und seinem Waffenlager.
Faith wird klar, dass diese Welt nicht ihre sein kann. Desillusioniert setzt sie sich in den Bus und fährt wieder nach Hause.
Aber Candy, Brit und Cotty bleiben auf dem „highway to hell“ und drücken aufs Gaspedal. Nun befinden sie sich wirklich in der Welt der Gangster und Bitches, von der sie geträumt haben. Und in dieser Welt ist es wirklich gefährlich: Denn Alien und der Gangster Archie (Gucci Mane) haben noch eine Rechnung offen. Aus Spaß wird blutiger Ernst.

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