Was Sie schon immer über Woody Allen wissen wollten

113 Minuten Woody Allen pur. Mit „Woody Allen: A Documentary“ kommt am 5. Juli erstmals eine umfasende Woody-Allen-Dokumentation in die deutschen Kinos. Nahezu zwei Jahre begleitete der preisgekrönte Dokumentarfilmer Robert Weide den als äußerst scheu geltenden Allen. Fans können sich freuen: Die Dokumentation wirkt fast wie ein inszenierter neuer Film von Allen. Die Kamera kommt dem Regie- und Schauspielstar äußerst nahe ohne aufdringlich zu wirken. Mit großer Offenheit und seinem ganz typischen Humor lässt Woody Allen den Zuschauer teilhaben an seinem Leben und seiner künstlerischen Arbeit als Autor, Filmemacher, Musiker und auch Schauspieler.

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Woody Allen – von der Geburt bis zur Gegenwart

Der Autor der Dokumentation Robert Weide spannt den Bogen von der frühesten Kindheit bis zu Allens Cannes-Premiere seines letzten großen Erfolgs „Midnight in Paris“. Zu den Dreharbeiten des Kinofilms war zum ersten Mal ein Doku-Kamerateam am Set dabei, das die Arbeit Allens dort filmen durfte. Wichtige Weggefährten Allens kommen zu Wort, abgerundet wird das Bild dieses kreativen Workaholics, der im Jahresrhythmus neue Filme schafft, durch Archivmaterial und zahlreiche Ausschnitte aus seinen Filmen. Die kinoreife Dokumentation offenbart auf unterhaltsame und bisweilen sehr komische Weise viel Neues über Woody Allen und die unermessliche Kreativität seines Schaffens. Und ganz nebenbei wird hier 40 Jahre Filmgeschichte porträtiert.

Beginnend mit Allens Kindheit und seinen ersten Aufträgen im Jugendalter als Gag-Schreiber für Komiker und Publizisten. Der Film zeigt den Zeitverlauf und die Beständigkeit von Allens Karriere: von seiner Arbeit als TV-Autor für „Sid Caesar“ in den 1950er bis 1960er Jahren, als Standup-Comedian und regelmäßiger Gast bei TV-Talkshows bis zu dem Drehbuchautor und Regisseur, der über vierzig Jahre lang im Durchschnitt einen Film pro Jahr dreht. Weide dokumentiert sowohl Allens frühe Filme wie Take the Money and Run, Bananas, Sleeper und Love and Death, als auch dessen wiederkehrende Oscar-Favoriten wie Annie Hall, Manhattan, Zelig, Broadway Danny Rose, Purple Rose of Cairo, Crimes and Misdemeanors, Husbands & Wives, Bullets Over Broadway und Mighty Aphrodite bis hin zu den Filmen seiner jüngsten Globetrotter-Phase wie Match Point, Vicky Cristina Barcelona und dem kommerziellen Erfolg von 2011 Midnight in Paris.

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Woody Allen ganz privat: Wie er sich sieht und wie ihn seine Freunde sehen

Robert Weides‘ Dokumentation zeigt auch den privaten Allen, bei sich Zuhause, im Schnittraum und an Orten seiner Kindheit im Stadtteil Midwood von Brooklyn. Interviews geben zusätzliche Einsichten und Hintergrundinformationen. So unter anderem mit den Schauspielern Josh Brolin, Penélope Cruz, John Cusack, Larry David, Mariel Hemingway, Scarlett Johansson, Julie Kavner, Diane Keaton, Martin Landau, Louise Lasser, Sean Penn, Tony Roberts, Chris Rock, Mira Sorvino, Naomi Watts, Dianne Wiest, und Owen Wilson; mit Autoren-Kollegen wie Marshall Brickman und Doug McGrath, dem Kameramann Gordon Willis, Allens Schwester und Produktionspartnerin Letty Aronson, den Produzenten Robert Greenhut und Stephen Tenenbaum; seinen langjährigen Managern Jack Rollins und Charles H. Joffe sowie seinem Freund Dick Cavett und Martin Scorsese.

„Woody Allen: A Documentary“ ist in erster Linie ein Film für die Fans des großen Meisters. Wer bisher noch kein allzu großer  Verehrer von Woody Allen war, könnte nach dieser ehrlichen, witzigen und einfach ghervorragend gemachten  Kino-Dokumentation auf den Geschmack kommen!

Ausschnitte aus „Woody Allen: A Documentary“ – 40 Jahre Filmgeschichte

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