Bubble Tea: Ungesunder Dickmacher? Verbraucherschützer warnen vor Trendgetränk

Bubble-Tea-Bars schießen derzeit wie Pilze aus dem Boden. Der zuckersüße Mode-Drink mit den bunten Kügelchen hat Metropolen wie Berlin, München oder Düsseldorf längst erobert. Gerade bei jungen Menschen kommt das Trendgetränk aus Fernost gut an. Dabei ist Bubble Tea alles andere als ein gesunder Durstlöscher, sagen Ernährungsexperten. Neben dem hohen Zuckergehalt kritisieren Verbraucherschützer nun auch die verschiedenen Zusatzstoffe, die in manchen Bubble-Tea-Sorten vorhanden sind.

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Zusatzstoffe in quietschbunten Bubble Teas

[sam id=“13″ codes=“true“]Im Rahmen einer Stichprobe hat die Verbraucherzentrale Bayern im Raum München Bubble-Tea-Getränke unter die Lupe genommen. Das Ergebnis der Untersuchung: In vielen Bubble-Tea-Proben fanden sich zahlreiche Zusatzstoffe. So enthielten die Proben oft Farb- und Aromastoffe, Säuerungsmittel und Konservierungsstoffe. Zum Teil waren diese Zusatzstoffe nicht klar deklariert. Für empfindliche Menschen und Allergiker seien klare Angaben über allergieauslösende Inhaltsstoffe jedoch sehr wichtig, so Daniela Krehl, Ernährungsexpertin von der Verbraucherzentrale Bayern.

Kalorienbombe Bubble Tea

Eigentlich besteht der klassische Bubble Tea (auch: Pearl Milk Tea) weitgehend aus natürlichen Bestandteilen: Grüner oder schwarzer Tee mit Kondensmilch sowie dunkelbraune süße Kügelchen, die aus Tapioka und Ahornsirup bestehen (Tapioka ist eine Stärke, die aus der Maniok-Wurzel gewonnen wird). Bereits diese ursprüngliche Variante des Bubble Tea, die in den 1980er Jahren in Taiwan erfunden wurde, enthält je nach Rezeptur um die 300 kcal bei einer Bechergröße von 200 ml. Das sind soviel Kalorien wie im Cheeseburger einer bekannten Fastfoodkette.

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In den Bubble-Tea-Bars ist aber längst nicht nur der klassische Bubble Tea zu haben. Mittlerweile gibt es Bubble Teas in allen erdenklichen Geschmacksrichtungen, die nur noch entfernt an Tee erinnern. Fruchtpürree oder Fruchtsirups sorgen für zuckersüße Geschmackserlebnisse, die noch mehr Kalorien enthalten können. So warnte die Techniker Krankenkasse (TK) jüngst vor Bubble Teas als Durstlöscher, da sie sogar bis zu 500 kcal pro 200-ml-Becher enthalten können. „Dem Verbraucher sollte klar sein, dass er eine Süßigkeit zu sich nimmt, die den Durst nicht löscht“, sagt Teresa Urban, Sprecherin der TK in Thüringen. 500 kcal entsprechen einem Viertel des durchschnittlichen Kalorienbedarfs einer erwachsenen Frau (2000 kcal) oder einem Fünftel des Kalorienbedarfs beim Mann (2500 kcal).

Bubble Teas nicht für Kleinkinder geeignet

Bubble Teas stehen längst nicht nur wegen ihrer Zusatzstoffe und ihres Kaloriengehalts in der Kritik. Bereits im Februar dieses Jahres hatte der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte Deutschlands in Köln vor Bubble Teas gewarnt, da es für Kleinkinder gefährlich werden kann. Sie könnten sich leicht an den Kügelchen verschlucken. „Geraten die Kügelchen über die Luftröhre in die Lunge, können sie zu einer Lungenentzündung oder sogar zu einem Lungenkollaps führen“, so der Verbandspräsident Wolfram Hartmann.

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2 Kommentare

  1. Naja, das mit den Kids und der Gefahr des Erstickens lass ich auf jeden Fall noch so stehen.

    Aber Bubble Tea ist weder ein Durstlöscher noch ein Getränk, dass man täglich in sich hineinschütten sollte.

    Wenn man sich dann vergleichbare „Genussgetränke“, wie beispielsweise einen Eiscafe mit 350 Kalorien oder einen Glühwein mit 210 Kalorien (von denen man selten nur einen trinkt) anschaut, kann man sich ruhig auch mal statt dessen einen Bubble Tea gönnen.

  2. Es ist eben ein Junk-Drink, den man dann kauft wenn man einfach mal Lust auf was Besonderes hat. Ich denke niemand macht sich die Gedanken beim Trinken von alkoholischen Getränken oder dem Verzehr von dicker Sahnetorte. Braucht man ja auch nicht zum Leben. Aber das Leben bietet uns nunmal soviel mehr Möglichkeiten und man möchte vielleicht auch durch den Bubble Tea mehr erleben!

    Ich sehe das absolut nicht so negativ und hoffe die beiden Punkte „Dickmacher und Perlen verschlucken“ wurden nun oft genug aufgegriffen!?

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