gehaltsumwandlung

iPad für die Hälfte: So profitieren Sie von einer Gehaltsumwandlung

Smartphone, Tablet oder PC zum halben Preis? Wer mit seinem Chef redet, kann so manches Elektroschnäppchen machen. Der Clou: Sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber können von diesem völlig legalen Steuertrick profitieren – auf Kosten des Finanzamtes. Auch wenn der Arbeitgeber sich auf eine Gehaltsumwandlung nicht einlässt, kann man mit privat nutzbaren Arbeitsmitteln viel Geld sparen. Das Onlinemagazin kapitalnachrichten.de verrät die wichtigsten legalen Steuertricks für alle Arbeitnehmer, die sich ein Smartphone, Tablet oder Laptop zulegen möchten.

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Tablet zum halben Preis durch Gehaltsumwandlung

Der Steuertrick mit dem Tablet zum halben Preis geht so: Der Arbeitgeber zieht dem Mitarbeiter auf dessen Wunsch 700,- Euro vom Bruttolohn ab und kauft ihm dafür ein Tablet für die Arbeit, den der Angestellte auch privat nutzen darf. Vorteil für den Arbeitgeber: Er spart etwa 140 Euro Sozialabgaben und hat einen zufriedenen Arbeitnehmer. Vorteil für den Arbeitnehmer. Er spart bei einem durchschnittlichen Steuersatz 30 Prozent Einkommensteuer sowie 20 Prozent Sozialabgaben. Die Gehaltsumwandlung in Form eines Tablets lohnt sich also. Denn der iPad kostet dank der Steuerersparnis statt 700,- Euro nur 350,- Euro.

Nicht jede Personalabteilung macht mit

Was in kleinen bis mittelständischen Betrieben so einfach erscheint, ist in größeren Unternehmen oft nicht möglich. Doch auch Mitarbeiter von großen Firmen können das Finanzamt zumindest teilweise an den Kosten für Handy, iPad und Co. beteiligen. Voraussetzung ist allerdings, dass diese Geräte teilweise beruflich genutzt werden. Bei ausschließlich beruflicher Nutzung kann der Tablet-PC sogar komplett von der Steuer abgesetzt werden. Doch das muss dem Finanzamt glaubhaft dargelegt werden.

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Im Zweifelsfall kann ein Steuerzahler den beruflichen Anteil der Nutzung schätzen. So urteilte der Bundes­finanzhof in einem Urteil (BFH, Az. VI R 135/01). Bei Arbeitnehmern, die über­wiegend am Computer arbeiten, wird eine anteilige berufliche Nutzung in Höhe von 50 Prozent akzeptiert. Einen höheren Anteil akzeptieren die Finanzämter nur, wenn der Arbeitnehmer die Nutzung beweist oder zumindest plausibel macht – etwa in Form eines Computer-Fahrtenbuchs. Darin sollte man über mindestens drei Monate lückenlos darlegen, wann und wie der PC genutzt worden ist. Verlangen kann das Finanzamt ein solches PC-Fahrtenbuch aber nicht.

Gebühren für Internet- und Telefon steuerfrei

Auch bei den Kosten für Internet- und Telefonanschluss sowie den Gebühren fürs Telefonieren und Surfen kann man das Finanzamt beteiligen. Am einfachsten ist das, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer einen zweiten Anschluss in der Privatwohnung bezahlt. Wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer eine Flatrate finanziert, so kann dieser auch privat darüber surfen und telefonieren und spart dadurch Steuern.

Steuern sparen bei Telefon- und Internetanschluss

Der Arbeitgeber kann dem Arbeitnehmer auch dann den Anschluss finanzieren, wenn keine weitere Leitung in der Privatwohnung vorliegt. Dann muss der Arbeitnehmer allerdings genau aufschreiben, wann beruflich und wann privat telefoniert bzw. gesurft wurde. Dies kann in Form eines Internet-Tagebuchs bzw. Computer-Fahrtenbuchs erfolgen und sollte mindestens drei Monate lang geführt werden. Das Finanzamt kann anhand dessen ermitteln, wie hoch der berufliche bzw. private Anteil an den monatlichen Telefon- und Internet-Kosten ist. Wem das zu umständlich ist, kann vom Chef eine steuerfreie Pauschal-Erstattung in Höhe von 20 Prozent der Telefonkosten erhalten. Diese darf aber maximal 20,- Euro monatlich betragen.

Telefonkosten pauschal als Werbungs­kosten geltend machen

Wenn sich der Arbeitgeber nicht an den beruflichen Internet- oder Telefonkosten beteiligen möchte, kann der Arbeitnehmer die Kosten hierfür immerhin in der Steuererklärung als Werbungskosten geltend machen. Pauschal werden hierbei 20 Prozent akzeptiert, höchstens aber 20,- Euro im Monat. Bei einer Internet- und Telefonflatrate für 30,- Euro kann man demnach sechs Euro monatlich ohne Nachweis geltend machen. Im Jahr macht das immerhin 72 Euro aus. Gleiches gilt, wenn man ein privat gekauftes Handy beruflich nutzt.

Steuerspartipps zusammengefasst

  • Kauf von Elektro-Geräten. Wer ein neues Tablet, Smartphone, PC oder Laptop kaufen will, sollte seinen Arbeit­geber fragen, ob er das Gerät von einem Teil des Gehalts kaufen kann. So können beide Seiten deutlich Steuern und Sozial­abgaben sparen.
  • Steuererklärung. Privat angeschaffte Rechner oder Handys, die auch für die Arbeit genutzt werden, anteilig als berufs­bedingte Kosten in der Steuererklärung angegeben werden. Damit das Finanz­amt die berufliche Nutzung problemlos anerkennt, sollte der Arbeit­geber idealerweise eine Bescheinigung ausstellen.
  • Nutzung. Wer private Geräte regel­mäßig beruflich nutzt, kann in der Steuererklärung ebenfalls bis zu 20 Prozent der monatlichen Verbindungs­kosten geltend machen. Maximal sind 20 Euro pro Monat für Telefon und Internet ohne Nach­weis drin. Bei höheren Kosten, muss Sie dies belegt werden.

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