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Neues Zahlungssystem SEPA: Banken ändern ihre AGB

Die deutschen Banken ändern in dieser Woche ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Millionen Banken – und Sparkassenkunden in Deutschland sind betroffen. Hintergrund ist die Einführung des einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrsraums SEPA, der bis Februar 2014 den deutschen Zahlungsverkehr ersetzt. Bankgeschäfte innerhalb Europas sollen dann via Lastschriftverfahren auch über Landesgrenzen hinweg einfach durchzuführen sein. Hierfür gibt es einige Änderungen für die Verbraucher, so wird es neue 22-stellige Kontonummern geben. Bis Februar 2014 können Kunden allerdings parallel weiterhin das heutige Lastschrift-Verfahren, sowie ihre alten nationalen Kontonummern und Bankleitzahlen nutzen.

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Neues Zahlungssystem SEPA – was ändert sich für Bankkunden?

Die deutschen Banken und Sparkassen stellen in dieser Woche ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) umfassend um. Für  uns Kunden gelten dann neue Regeln für Lastschriften und Einzugsermächtigungen. Hintergrund ist der einheitliche europäische Zahlungsverkehrsraum (SEPA), der bis Februar 2014 in allen 27 EU-Mitgliedsstaaten, sowie in der Schweiz, Liechtenstein, Norwegen, Island und Monaco eingeführt werden soll. Bankgeschäfte sollen dadurch in Europa vereinheitlicht werden und für die Bankkunden über Ländergrenzen hinweg einfacher zu tätigen sein.

Für uns Bankkunden ändert sich trotz der neuen AGB erst einmal nicht viel. Die bisherigen Regeln für Lastschriften werden zwar angepasst, jedoch kann man bis zum Februar 2014 weiterhin parallel zum neuen SEPA-Verfahren auch noch das alte nationale Lastschriftverfahren nutzen. Bestehende Einzugsermächtigungen müssen nicht geändert werden. Auch ab Februar 2014 nicht, das übernimmt die jeweilige Bank.

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SEPA-Verfahren soll einige Vorteile für Verbraucher bringen

Neben dem grenzüberschreitenden Lastschriftverfahren bringt das neue europäische SEPA auch einige weitere Vorteile für uns Bankkunden. So haben Lastschriften künftig ein festes Fälligkeitsdatum. Das bedeutet, dass Unternehmen dem Kunden mitteilen müssen, wann genau sie Geld vom Konto abbuchen. Bisher gab es hierzu keine einheitliche Regelung. Manchen Unternehmen wie zum Beispiel Supermärkte buchten relativ zügig nach ein bis zwei Tagen ab. Kleinere und mittelständische Unternehmen manchmal erst nach Wochen. Durch die neue Fälligkeitsregelung soll dem Kunden mehr Planungssicherheit für das eigene Konto gegeben werden.

Eher neutral für deutsche Verbraucher ist das neue Rückbuchungs-Recht zu sehen. Künftig haben Kunden zwar europaweit acht Wochen nach Abbuchung die Möglichkeit, Zahlungen ohne Angaben von Gründen zurückbuchen zulassen. Bisher galten in Deutschland aber oft großzügigere Fristen. Ein Trost: Bei unberechtigten Abbuchungen wird auch künftig eine Rückerstattung über den Zeitraum von 13 Monaten möglich bleiben.

Ab Februar 2014 gelten neue Kontonummern

Die neue Kontonummer IBAN besteht in Deutschland aus zwei Buchstaben und 20 Ziffern. Doch keine Sorge, dies klingt wesentlich komplizierter, als es tatsächlich ist. Denn die neue Nummer setzt sich größtenteils aus der bisherigen Kontonummer und der bisherigen Bankleitzahl zusammen. Lediglich zwei neue Prüfziffern muss sich der Bankkunde zusätzlich merken. Die IBAN für deutsche Bankkunden beginnt grundsätzlich mit der Länderkennung DE. Dahinter folgen dann die zwei Prüfziffern. Daran schließen die alte Bankleitzahl und die alte 10-stellige Kontonummer an.

Beispiel:

Ein Bankkunde unterhält ein Girokonto bei der Sparkasse Köln/Bonn mit folgenden Bankdaten:

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Kontonummer: 0001234567

Bankleitzahl: 37050198

Dann würde die neue 22-stelligeKontonummer in diesem Fall folgendermaßen aussehen:

DE15370501980001234567

Wer schon einmal einen Blick auf seine zukünftige IBAN werfen will, findet diese ebenso wie die internationale Bankleitzahl BIC auf jedem Kontoauszug. Übrigens müssen sich die Bankkunden in anderen europäischen Mitgliedstaaten teilweise mit noch wesentlich längeren IBAN Nummern herumschlagen. So hat beispielsweise bei unseren Nachbarn aus Frankreich die IBAN 27 Stellen. Die Ungarn müssen sich sogar 28 Buchstaben und Ziffern merken.

Was tun bei falsch eingetragener Kontonummer?

Verbraucherschützer haben vor allem die Befürchtung, dass es durch die 22-stelligen Kontonummern in Zukunft häufiger zu Zahlendrehern bei Überweisungen kommen könnte. Wenn Ihnen dies tatsächlich einmal passieren sollte, müssen Sie zunächst ihre Hausbank informieren und um eine Rückbuchung bitten. Diese setzt sich dann wiederum mit der Empfängerbank in Verbindung. Allerdings weisen Verbraucherschützer darauf hin, dass dies auf eigenes Risiko und Kosten des Bankkunden geschieht. Denn nicht die Bank sondern der Bankkunde muss im Zweifelsfall für den Zahlendreher bei der Überweisung haften.

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