Gesundheitstipps von echten Medizin-Experten: frag-den-professor.de

Unerklärliche Kopfschmerzen, schwere Bewegungsstörungen, Fragen zu Tropen-Krankheiten: Viele Internet-Nutzer surfen lieber im Netz als einen Arzt zu konsultieren. Das Problem: In unzähligen Gesundheits-Foren tummeln sich viele Hobbymediziner, die sich mitunter durch Halbwissen auszeichnen und fragwürdige Gesundheitstipps liefern. Auch die Online-Enzyklopädie Wikipedia kann im Grunde von jedem Laien anonym mit falschen Informationen gefüttert werden, die nicht immer gefiltert werden können. Ein neues Expertenportal will jetzt seriös zu Gesundheitsthemen informieren.

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Medizinisches Halbwissen kann gefährlich sein: Entweder werden Symptome einer gefährlichen Krankheit bagatellisiert oder harmlose Symptome werden überinterpretiert. Gerade im letzteren Fall hat sich mittlerweile eine neue Ausprägung der Hypochondrie entwickelt: die Cyberchondrie. Während Hypochonder sich früher in erster Linie in medizinischen Standardwerken wie dem Pschyrembel ihre mutmaßlichen Krankheiten zusammensuchten, bietet das Internet heute ein unüberschaubares Sammelsurium an Laiendiagnosen, die Ängste schüren und sogar zu psychischen Erkrankungen führen können. Eine Gruppe von Fachmedizinern der Uni Düsseldorf hat es sich jetzt zum Ziel gesetzt, auf medizinische Fragen mit fundiertem Wissen im Internet zu antworten: Ehrenamtlich und ohne Praxisgebühr auf dem Gesundheitsportal frag-den-professor.de.

Fragen von A wie Asthma bis Z wie Zahnimplantate

Das Themenspektrum von frag-den-professor.de reicht momentan von A wie Asthma bis Z wie Zahnimplantate. Und ständig werden die Gesundheitsthemen erweitert. Das Prinzip: User stellen ihre Fragen in das Gesundheitsportal ein und sobald genug Fragen zu einem Gesundheitsthema eingegangen sind, gibt ein Fachmann oder eine Fachfrau in Form eines kurzen und verständlichen Videos Antworten auf die wichtigsten Gesundheitsfragen der User. Außerdem werden die Antworten zum Nachlesen bereitgestellt. Derzeit sind rund 25 Professoren an dem ehrenamtlichen Projekt beteiligt und liefern Antworten zu ihren jeweiligen Fachgebieten. Im Gegensatz zu den zum Teil widersprüchlichen Gesundheitstipps in diversen Medizinforen liefern die Experten von frag-den-professor.de auch gleich ihren beruflichen Background mit, inklusive Vita und Auflistung ihrer Publikationen. So kann sich der Nutzer von der Kompetenz der Experten sofort ein umfassendes Bild machen.

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Risikotests zur Gesundheitsvorsorge

Zudem bietet die Medizin-Seite sogenannte Risikotests an. Hier erfahren interessierte User beispielsweise, wie hoch ihr Risiko ist, an Diabetes zu erkranken. Oder man lässt sich ausrechnen, wie hoch die statistische Chance ist, das Rauchen aufzugeben. Dazu muss ein kurzer Fragebogen ausgefüllt werden – die Risikoanalyse erhält man per E-Mail.

Den Gang zum Arzt und den persönlichen Kontakt kann das neue Expertenportal freilich nicht ersetzen. Das sei auch nicht das Ziel des Portals, sagt Scherbaum. Vielmehr sollen grundlegende Informationen vermittelt werden – durch das Ausschließen bestimmter Krankheiten könne aber immerhin der eine oder andere überflüssige Arztbesuch gespart werden, so Scherbaum.

Die Experten von frag-den-professor.de beantworten Fragen zu Reisemedizin, Kopfschmerzen, Prostata-Erkrankungen, Brustkrebs, Bluthochdruck und 20 weitere Themen, welche ständig erweitert werden. Initiator und Herausgeber des Portals ist Prof. Dr. med. Werner Scherbaum. Er ist Direktor der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Rheumatologie des Universitätsklinikums Düsseldorf.

 

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Ein Kommentar

  1. Andrea Hofwegen

    Hallo an das Team von „frag den professor.de“,
    meinem Mann wurde wegen akut blutender Divertikel in mehreren Notoperationen fast der gesamte Dickdarm entfernt.
    Das war im Mai 2012. Er isst und trinkt gut, hat auch gut zugenommen, muss aber bis zu fünfzehnmal täglich auf die Toilette, immer mit Durchfall. Wir haben ernährungstechnisch alles ausprobiert: Laktosefrei, fettarm, Vollwert, Mittelmeerküche etc. oder eben auch gute deutsche Hausmannskost. Der Durchfall lässt sich nicht beeinflussen.
    Es stellt eine enorme Belastung für uns beide dar. Wir wären für Tipps sehr dankbar.

    Schonmal vielen Dank für Ihre Mühe im Voraus,
    Andrea Hofwegen.

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