Gutes Cholesterin, schlechtes Cholesterin – welches nützt, welches schadet?

Cholesterin ist in den letzten Jahren schwer in Verruf geraten. Für Herzinfarkte, Gefäßverengungen und schlicht Gewichtszunahme war es verantwortlich. Dabei ist es auch lebenswichtig.

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Das gute Cholesterin

Cholesterin ist ein sogenanntes Lipid, eine Art lebenswichtiges Fett. Es tritt in zwei Formen auf, die im Körper in einer Balance zueinander stehen – sofern dieser gesund ist. Als erstes gibts es das HDL (high density lipoprotein), besser bekannt als das gute Cholesterin. Es bringt das Cholesterin aus den Zellen zur Leber, wo es schließlich abgebaut wird. HDL senkt somit den Cholesterinspiegel. Je höher der HDL-Wert am Gesamtcholesterin, desto besser. Bei einem erwachsenenen Mann sollte der Wert bei 40 mg/dl liegen, bei einer Frau bei 50 mg/dl.

Das schlechte Cholesterin

Das LDL (low density lipoprotein) ist der Gegenspieler. Es transportiert Cholesterin zu den Zellen. Gelangt zuviel Cholesterin dorthin, kann es sich an den Gefäßinnenwänden festsetzen. Dies führt zu Gefäßverengungen , Arterienverkalkung und schließlich zu schweren Herzkrankheiten bis hin zum Infarkt. Je niedriger der LDL-Wert am Gesamtcholesterin, desto besser ist es. Bei einem Erwachsenen ist ein LDL-Wert, der unter 160 mg/dl ist gerade noch okay, unter 130 mg/dl im grünen Bereich.

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Der Weg zu guten Werten

Der Körper produziert das meiste Cholesterin selbst. Dennoch kann man mit ausreichend Bewegung und gesunder Ernährung deutlich Einfluss nehmen. Als erstes ist hierbei Sport zu nennen: 3-5 Mal pro Woche für mindestens eine halbe Stunde sollte man sportlich aktiv sein. Ebenso hilft Abnehmen. Doch Vorsicht: Die Gewichtsreduktion muss langsam von Statten gehen, damit auch eine langfristige Gewichtsstabilisierung eintritt. Eine ausgewogene Ernährung hilft sowohl gegen schlechte Cholesterinwerte, als auch gegen zu hohes Gewicht. Viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Salat und Obst sind angesagt. Auf Alkohol und fettige Speisen sollte verzichtet werden. Auch den Fleischkonsum sollte man merklich reduzieren. Wenn Fett, dann sollte der Schwerpunkt auf pflanzlichen Fetten liegen. 2-3 Mal Salzwasser-Fisch pro Woche ist aber auch empfehlenswert.

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