Heuschnupfen: Auf Allergiker kommen jetzt viele Pollen zu

Schlechte Nachrichten für Allergiker: Der Vegetationsbeginn in Deutschland hat in diesem Jahr spät eingesetzt. Viele Pflanzen, die bereits im März und Anfang April beginnen zu blühen, werden dies nun erst später tun. Ihr Pollenflug fällt dann zusammen mit dem der Pflanzen, die üblicherweise später blühen. Die Folge ist, dass weitaus mehr Pollen zur selben Zeit unterwegs sein werden.

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Heuschnupfen: Der Pollenflug wird sehr heftig

Der Frühling ist lässt noch auf sich warten und damit auch die bei Allergikern so verhassten Pollen. Doch Allergiker sollten sich nicht zu früh freuen. Die Pflanzen werden nämlich genauso blühen wie in den vergangenen Jahren auch, nur später und dann fast alle zur selben Zeit. Nach dem langen Winter, setzt nun nämlich verstärkt die Pflanzenblüte ein. In einigen Wochen blüht nahezu alles nebenher. Das führt dazu, dass derzeit auch fast alle Allergiker betroffen sind. Jeder vierte Deutsche leidet unter Nies-Attacken, einer triefenden Nase und juckenden Augen.

Heuschnupfen sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, schnell wird daraus nämlich eine chronische Erkrankung, wie zum Beispiel Asthma. Doch gerade davor können sich viele Allergiker schützen.

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Pollenflug 2016: Vorhersagen für Allergiker

Auf der Seite des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gibt es eine Pollenflugvorhersage. Dort kann man in einer Maske die gesuchte Pollenart eingeben und sich dann auf einer Karte oder Grafik anzeigen lassen welche Regionen besonders vom Pollenflug der ausgewählten Pflanzenart betroffen ist. Ist die eigene Region besonders betroffen, hilft nur Fenster und Türen geschlossen zu halten und am besten nicht vor die Tür zu gehen.

Wer immer im Frühling oder Sommer Atemwegsbeschwerden hat, bei dem steckt mit großer Wahrscheinlichkeit eine Pollenallergie dahinter. Deutschlandweit nehmen Allergien weiter zu. Eine anfangs harmlose Pollenallergie kann schnell auch zu ganzjährigen allergischen Beschwerden führen. Auch Kreuzallergien oder Nahrungsmittelallergien können hinzukommen.

Vorsicht: Heuschnupfen verursacht chronisches Asthma

Heuschnupfen sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Die zunächst allergische Entzündung kann sich nämlich schnell auch auf die Bronchien ausdehnen und zu allergischem Asthma, Atemnot und Husten führen. Mittlerweile nehmen viele Private Krankenversicherer sogar einen Risikoaufschlag, wenn sich Allergiker versichern lassen wollen. Hintergrund ist, dass fast alle Heuschnupfen-Allergiker früher oder später an leichtem bis schwerem allergischen Asthma leiden. Heuschnupfen sollte daher rechtzeitig behandelt werden, um das Asthmarisiko zu senken und um zu verhindern, dass die Erkrankung chronisch wird.

Birkenpollen, Erlepollen und Haselpollen sind Hauptauslöser

Birkenpollen gehören nach wissenschaftlichen Untersuchungen zu den Hauptauslösern von Heuschnupfen und allergischem Asthma. Knapp ein Drittel aller Heuschnupfenpatienten leiden unter einer Birkenpollen-Allergie. Alle zwei Jahre ist ein sogenanntes Mastjahr, wo besonders viele Birkenpollen unterwegs sind. So auch dieses Jahr. In Mastjahren mit besonders starkem Pollenflug haben viele Menschen erstmals Beschwerden, weil sich ihre Allergie das erste Mal bemerkbar macht. Der Birkenpollenflug beginnt in der Regel Mitte März und hat im April seinen Höhepunkt. In diesem Jahr verlängert sich die Hauptphase durch die lange Kaltperiode im April voraussichtlich bis Ende Mai/ Anfang Juni.

Erlenpollen sind in weiten Teilen Deutschlands in mäßiger Konzentration nachweisbar. Vor allem in den milderen Klimazonen, am Oberrhein, der Pfalz oder im Moseltal kommen sie sogar in starker Konzentration vor. Auch Haselpollen sind fast überall schwach bis mäßig in der Luft zu finden und in den wärmeren Regionen in starker Konzentration.

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Hausmittel gegen Pollen und Heuschnupfen

Pollenallergiker sollten in der Haupt-Pollenzeit nachdem sie von draußen in die Wohnung kommen die Kleidung wechseln. Ebenfalls ratsam ist es, sich vor dem Schlafengehen noch einmal die Haare zu waschen, damit der ganze Blütenstaub herausgewaschen wird. Sport im Freien sollten starke Allergiker im Frühjahr nicht treiben. Wäsche sollte ebenfalls nicht an der frischen Luft getrocknet werden, weil sich die Pollen dann überall festsetzen. Bei der Urlaubsplanung sollten sich Allergiker am Pollenkalender orientieren.

Auf dem Land ist die Pollenbelastung übrigens am Morgen am stärksten, in der Stadt hingegen wird das Maximum am Abend erreicht. Je nachdem wo man wohnt, sollte man das bei seinem Lüftungsverhalten berücksichtigen. Überall hilfreich ist ein Fensterschutz, wie auch ein Lüftungsfilter im Auto.

Hyposensibilisierung hilft bei vielen Allergien

Betroffene sollten frühzeitig einen auf die Behandlung von Allergien spezialisierten Arzt aufzusuchen. Nur bei rechtzeitiger und regelmäßiger Anwendung helfen antiallergische Medikamente am besten. Pollenallergiker sollten sich darüber hinaus bei einem Facharzt testen und beraten lassen. In vielen Fällen kann eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) abhilfe schaffen. Diese Behandlung kann das Immunsystem tolerant gegenüber den Allergieauslöser machen. Dieser Effekt hält über die dreijährige Behandlungsphase hinaus an. Außerdem verringert eine Hyposensibilisierung die Gefahr eines Etagenwechsels zu allergischem Asthma.

Grastablette kann auch Allergien lindern

Bei bereits starkem Heuschnupfen kann der Arzt kortisonhaltige Mittel verschreiben. Ebenfalls gut wirkt die sogenannte “Grastablette”. Der Erfolg dieser Hypersensibilisierungs-Tablette wurde bisher in sechs klinische Studien mit mehr als 1.700 Patienten nachgewiesen. Bei 82 Prozent der Teilnehmer besserten sich die Symptome zum Teil deutlich. Außerdem erwies sich die Tablette bei Erwachsenen als gut verträglich. Auch die Wirksamkeit von Akupunktur bei der Behandlung von Allergien und allergischem Asthma ist belegt.

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