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Homöopathie-Studie: Globuli wirken nicht

Australische Wissenschaftler fanden in einer klinischen Studie heraus, dass homöopathische Mittel bei einer Reihe häufig vorkommender Krankheiten nicht wirken. Homöopathie sei in der Studie genauso wirksam gewesen wie Placebos. Die Mittel wirkten bei einer ganzen Palette häufiger Krankheiten nicht. Man sollte bei Krankheiten daher lieber auf Medikamente und auf seinen Arzt vertrauen, so die Wissenschaftler.

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„Homöopathie wirkt nicht“

Auf diesen Satz kann man die Ergebnisse der australischen Studie der Gesundheitsbehörde National Health and Medical Research Council (NHMRC) zusammenfassen, zumindest wenn man davon absieht, dass Homöopathie helfen kann, wenn man als Patient davon überzeugt ist, dass sie hilft. Der Wirkungsgrad der homöopathischen Mittel ist laut Studie genauso hoch wie der von Placebos, also wirkungslosen Mitteln, die Versuchspatienten zu Test- und Vergleichszwecken verabreicht wurden.

Drei Ergebnisse der Studie zur Homöopathie

Die Studie der australischen Wissenschaftler umfast drei Kernaussagen:

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  • There is no reliable evidence that homeopathy is effective for treating health conditions.
  • People who choose homeopathy instead of proven conventional treatment may put their health at risk if safe and evidence based treatments are rejected or delayed in favour of homeopathic treatment. Homeopathy should not be used to treat health conditions that are serious, or could become serious. People who are considering whether to use homeopathy should first get advice from a health professional (e.g. GP, specialist, nurse practitioner or pharmacist).
  • Those who use homeopathy should tell their health prof essionals, and should keep taking any conventional medicines that they have been prescribed.

Andere Studien zu Homöopathie unseriös?

Die australischen Wissenschaftler bezeichnen ihre Studie als die erste weltweit umfassende Studie zu Homöopathie. Sie räumen ein, dass es auch Studien gebe, die Homöopathika eine gewisse Wirksamkeit bei manchen Krankheiten bescheinigen. Diese Studien seien jedoch wissenschaftlich nicht seriös gemacht und somit nicht verlässlich. Beispielsweise fehle bei zahlreichen Studien eine Placebogruppe oder die Zahl der Probanden war zu gering.

Die australischen Wissenschaftler bezogen in ihrer nun erschienenen Untersuchung insgesamt 176 in den vergangenen Jahren erschienene experimentelle Studien und 58 Übersichtsstudien zur Wirksamkeit von Homöopathie mit ein.

Bei diesen Krankheiten wirkt Homöopathie nicht

Nachweislich unwirksam seien homöopathische Mittel bei folgenden Krankheiten bzw. Beschwerden: Angststörungen, Asthma, Durchfall bei Kindern, Erkältungen, Kopfschmerzen, Migräne, Muskelkater, nach orthopädischen Eingriffen, Warzen, nach Zahnbehandlungen. Auch beim prämenstruellen Syndrom (PMS) oder bei Geburtswehen, bei denen viele Frauen Globuli zur Linderung der Beschwerden einnehmen, helfe die Homöpathie nicht. Zumindest nicht mehr als ein Placebo wie etwa ein Bonbon oder ein Stück Traubenzucker.

Wirkung bei anderen Krankheiten zweifelhaft

Viele Krankheiten, denen Homöopathika in anderen Studien Wirksamkeit beigemessen wurde, seien aufgrund des Studienaufbaus mehr als zweifelhaft, so die australischen Wissenschaftler. Dazu gehören Rheuma, grippale Infekte, allergische Rhinitis, Sinusitis, kne, Bronchitis, Cholera, ADHS, Depressionen, Ekzeme, Geschwüre, Rückenschmerzen, das Fatigue-Syndrom und Fibromyalgie.

Zur Zusammenfassung der australischen Studie zu Homöopathie

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