Notfallsanitäter: Ausbildung der Rettungssanitäter reformiert

Die Ausbildung der Rettungssanitäter in Deutschland wird umfassend reformiert. Der Bundesrat hat eine entsprechende Gesetzesnovelle passieren lassen. Künftig gibt es die neue Berufsbezeichnung „Notfallsanitäter“. Jeder Notfallsanitäter soll eine bestimmte Notfallkompetenz erlernen. Eingeführt wird auch ein Anspruch auf Zahlung einer Ausbildungsvergütung über die gesamte Ausbildungsdauer.

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Künftig gibt es in Deutschland Notfallsanitäter

Der Bundesrat hat heute dem Gesetz über den Beruf der Notfallsanitäterin und des Notfallsanitäters zugestimmt.Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr: „Die Modernisierung der Ausbildung war überfällig. Mit den neuen gesetzlichen Regelungen wird der Beruf attraktiver, und wir sichern damit gerade in ländlichen Regionen eine qualifizierte notfallmedizinische Versorgung für die Menschen.“

Notfallsanitäter: Ausbildungsvergütung und Ausbildungsdauer erstmals geregelt

Mit dem Notfallsanitätergesetz wird die Rettungsassistentenausbildung umfassend modernisiert. Das geltende Ausbildungsgesetz stammt aus dem Jahr 1989. Die Neuregelung sieht eine grundlegende Neugestaltung der Ausbildung vor, die von zwei auf drei Jahre verlängert wird. Sie enthält eine umfassende Beschreibung des Ausbildungsziels und definiert Qualitätsanforderungen an die Schulen und Einrichtungen der praktischen Ausbildung. Als neue Berufsbezeichnung wird die der „Notfallsanitäterin“ und des „Notfallsanitäters“ eingeführt. Im Ausbildungsziel wird konkret festgelegt, über welche Kompetenzen die Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter verfügen müssen, um kritischen Einsatzsituationen gerecht zu werden. Die Beschreibung soll bei der Beurteilung der sogenannten Notkompetenz als Auslegungshilfe dienen. Eingeführt wird auch ein Anspruch auf Zahlung einer Ausbildungsvergütung über die gesamte Ausbildungsdauer.

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Durch Gesetz ändert sich auch Situation für Hebammen

Mit dem neuen Gesetz soll die fach- und bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung durch den öffentlichen Rettungsdienst, an dem die Berufsgruppe der Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter einen wesentlichen Anteil hat, weiterhin sichergestellt werden. Die in dem Gesetz ebenfalls enthaltene Änderung des Hebammengesetzes trägt der veränderten Tätigkeit der Hebammen und Entbindungspfleger Rechnung, die sich zunehmend aus dem Krankenhaus in den ambulanten Bereich verlagert. Dies soll in der Ausbildung besser abgebildet werden. Das Inkrafttreten des Notfallsanitätergesetzes ist zum 1. Januar 2014 vorgesehen. (Quelle: Bundesministerium für Gesundheit)

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