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Weihnachtsgeschenk last minute: Wie lange sind Geschenk-Gutscheine gültig?

Geschenkgutscheine gehören zu den beliebtesten Weihnachts-Geschenken überhaupt. Sie sind für den Schenker praktisch, weil ein Gutschein schnell besorgt ist und wenig Kreativität erfordert – und der Beschenkte freut sich, weil er sich mit dem Gutschein etwas kaufen kann, was wirklich seinem Geschmack entspricht. Wer sich mit der Einlösung aber zu viel Zeit lässt, steht vor der Frage, die sich wohl jeder Gutscheinbesitzer schon einmal gestellt hat: Was passiert, wenn ich die Gültigkeitsfrist verpasse? Und wenn keine Frist angegeben ist: Wie lange ist der Gutschein überhaupt gültig? Hier die wichtigsten Verbraucher-Infos für Gutscheinbesitzer.

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Alte Gutscheine nicht wegwerfen! Sie können bares Geld wert sein

Es passiert immer wieder: Beim Aufräumen entdeckt man in der Schublade einen Gutschein vom letzten Geburtstag oder Weihnachtsfest und freut sich: 50 Euro für die Parfumerie! Doch beim näheren Hinsehen kommt die Ernüchterung: Der Gutschein ist vor wenigen Wochen abgelaufen! Also wegwerfen? Mitnichten! Der Gutschein kann immer noch bares Geld wert sein, sagen Verbraucherschützer.

Laut Bürgerlichem Gesetzbuch sind Gutscheine, auf denen keine Frist angegeben ist, drei Jahre gültig. Diese Frist beginnt am Ende des Jahres, in dem der Gutschein erworben wurde. Beispiel: Wer im März 2008 zum Geburtstag einen Geschenkgutschein ohne Verfallsdatum bekommen hat, kann diesen demnach bis Silvester 2011 einlösen.

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Gutscheine müssen mindestens ein Jahr lang gültig sein

Wenn auf dem Gutschein eine Einlöse-Frist angegeben ist, so muss man ihn rechtzeitig vor Ende der Frist einlösen. Der Gesetzgeber hat hierzu allerdings eine klare Regel geschaffen: Die Gutschein-Frist muss mindestens ein Jahr betragen, sonst ist die Fristsetzung auf dem Gutschein unwirksam.

Wenn also beispielsweise auf einem Büchergutschein eine Gültigkeitsdauer von nur 6 Monaten angegeben ist, so ist diese Frist lt. Gesetz unwirksam. In diesem Fall kann man mit dem Gutschein so umgehen, als ob gar keine Frist gesetzt wäre. Und kann ihn drei Jahre lang nach Ende des Ausstellungsjahres einlösen.

Übrigens: Auch wenn eine Ein-Jahres-Frist auf dem Gutschein angegeben ist, heißt das nicht, dass der Gutschein nach Ende dieser Frist wertlos wird! Zwar kann der Verkäufer nach diesem Zeitraum eine Einlösung des Gutscheins gegen Ware oder Dienstleistung ablehnen. Aber: Er muss in diesem Fall den Gegenwert des Gutscheins erstatten – andernfalls hätte sich der Verkäufer lt. § 812 BGB unrechtmäßig bereichert. Man kann also auch für einen abgelaufenen Gutschein noch mindestens drei Jahre nach Ausstellungsdatum das Geld zurückverlangen.

Das gilt selbstverständlich nicht für terminierte Veranstaltungen wie Konzerte oder Sportveranstaltungen!

Ware oder Bargeld?

Wer einen Warengutschein kauft, der verpflichtet den Gutscheinbesitzer, den Gutschein gegen eine Ware oder Dienstleistung einzulösen. Der Versuch, für den Gutschein Bargeld vom Verkäufer zu fordern, wird also in der Regel fehlschlagen. Ebenso wenig ist der Verkäufer verpflichtet, nach Einlösen des Gutscheins ein eventuelles Restguthaben auszuzahlen.

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Beispiel: Wer mit einem 50-Euro-Gutschein in der Parfumerie einen Duft für 45 Euro kauft, sollte nicht davon ausgehen, dass er die restlichen 5 Euro bar ausgezahlt bekommt. Der Verkäufer kann dem Kunden stattdessen einen neuen Gutschein über 5 Euro ausstellen. Was nicht geht: Die restlichen 5 Euro dürfen nicht einfach verfallen. Dies wäre eine ungesetzmäßige Bereicherung des Verkäufers.

Pech hat man übrigens, wenn die Firma, die den Gutschein ausgestellt hat, mittlerweile pleite ist. Dann verfällt der Gutschein in aller Regel – es sei denn, es gibt einen Rechtsnachfolger, der den Laden übernommen hat. Dann können Sie auch bei ihm den Gutschein geltend machen.

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