Autoversicherung

Paar haftet für Sex auf Motorhaube

Sex auf einer fremden Motorhaube kann teuer werden, wie ein Paar aus Franken nun erfahren musste. Ein Vergleich vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe (BGH) heute ergab, muss das Paar nämlich für die von Ihnen beim Sex verursachten Schäden auf der Motorhaube des fremden Wagens haften. Insgesamt 2700 Euro muss das Pärchen nun für den entstandenen Schaden zahlen. Der Kläger nimmt es derweil mit Humor und hat das Erlebte in einem Song verarbeitet: „Lack-Fuck“.

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Sex auf Motorhaube wird teuer

Sex auf einer Motorhaube kann teuer werden, zumindest dann, wenn es sich um eine fremde Motorhaube handelt und Kratzer und andere Schäden beim Liebesakt entstehen. Das ergab ein Vergleich vor dem BGH heute entschieden. Demnach muss das Paar nun fast 2700 Euro für die Reparatur des Autos sowie drei Viertel der Gerichtskosten zahlen, der Vergleich wurde sofort rechtskräftig.

Das Paar war gar nicht mehr zum Prozesstermin erschienen. Es hatte allerdings im Vorfeld den Akt auf dem Auto jedoch eingeräumt.

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Schäden an Wagen durch Sex verursacht

Das Paar hatte demnach gemeinsam am 27. Dezember in einem Gasthof in Neuhaus im Landkreis Neustadt an der Waldnaab gefeiert. Danach drangen sie in die gegenüberliegende Garage ein und vergnügten sich auf dem Auto. Am Morgen danach hatte die Lebensgefährtin des Wagenbesitzers das zerbeulte Garagentor entdeckt.

In der Garage fand sie schließlich ein benutztes Kondom sowie eine Jacke, einen Schlüsselbund und einen Haarreif an der Windschutzscheibe.

Gutachten klärt Ursache der Schäden

Ein Gutachter wurde hinzugezogen, da die Motorhaube und ein Stoßfänger zerbeult und zerkratzt waren, sowie das Nummernschild abgerissen war. Laut Gutachten sind die entstanden Schäden nur mit dem angegeben Ereignis zu erklären, nicht jedoch mit einem normalen Gebrauch des Fahrzeugs.

Die beiden Parteien hatten sich zwar bereits im Sommer auf einen Vergleich geeinigt. Dieser wurde jedoch auf Drängen der Versicherung des Paars widerrufen. Die Versicherung wollte das Ergebnis des Gutachtens abwarten.

„Das Urteil war erwartet worden, schließlich waren sich bereits beide Parteien im Vorfeld einig, lediglich die Versicherung des Paares schöpfte dieses heutige letzte Rechtsmittel noch aus“, so Rechts-Journalist Hendrik P. Schwarz vom Verbraucherportal RechtNachrichten.

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Bundesgerichtshof Karlsruhe, Urteil vom 16. Oktober 2013 – VIII ZR 273/12

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