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Bundesverkehrsministerium: Autofahrer sollen Schlafbaustellen melden

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer macht Ernst mit seinem Vorgehen gegen ruhende Baustellen auf Deutschlands Autobahnen und Bundesstraßen: Ab sofort sind alle Autofahrer dazu aufgerufen, sogenannte schlafende Baustellen zu melden. Gemeint sind damit Baustellen, auf denen seit längerer Zeit nicht gearbeitet wird und die dennoch den Verkehr behindern. Das soll ganz einfach per Internet oder Bürgertelefon gehen.

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Baustellenmelder

Ein Ärgernis, das sicher jeder kennt: Kilometerlang ist ein Fahrstreifen gesperrt, ohne dass sich auf der ausgewiesenen Baustelle etwas tut. Gegen diese Schlafbaustellen auf deutschen Bundesstraßen und Autobahnen will die Bundesregierung nun vorgehen. Seit dieser Woche sind Autofahrer dazu aufgerufen, diese Schlafbaustellen zu melden.

Das Verkehrsministerium stellt auf seiner Internetseite eigens ein Kontaktformular zur Verfügung, über das Bürger widersinnige Baustellen online melden können. Auch ein Bürgertelefon ist geschaltet. Autofahrer können die Schlafbaustellen-Hotline unter der Berliner Telefonnummer 030 – 18 300 30 60 erreichen. Dort werden Hinweise zu schlafenden Baustellen entgegengenommen.
Die Hinweise der Verkehrsteilnehmer sollen gesammelt und ausgewertet werden. Daraus sollen sich dann mögliche Ursachen für Bauverzögerungen klären.

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Schlafbaustellen melden

Verkehrsminister Peter Ramsauer erhofft sich aus der Beteiligung der Autofahrer Erfahrungswerte für den künftigen Umgang mit Baustellenprojekten und deren Überwachung. Ohnehin gäbe es im Leitfaden zum Baustellenmanagement vorgeschriebene Arbeitszeiten, wonach bei Tageslichtbaustellen der Feierabend erst mit Einsetzen der Dunkelheit beginne. Das gelte auch am Wochenende. Dies würde vielerorts aber nicht konsequent genug umgesetzt. Deshalb sollten Baustellen, an denen kein Mensch arbeite, ab sofort gemeldet werden, so Ramsauer.

Zwischenfazit des Verkehrsministeriums

Nach nur einem Monat sind nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums mehr als 1000 Bummelbaustellen gemeldet worden. 75 Prozent davon auf Autobahnen, der Rest auf Bundesstraßen. Der Großteil der gemeldeten Schlafbaustellen wurden im dichtbesiedelten NRW gemeldet (40 Prozent), danach folgten Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern mit jeweils 9 Prozent. Peter Ramsauer wertet die Vielzahl der Meldungen als großen Erfolg und will an dem Projekt Baustellenmelder vorerst unbefristet festhalten.

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