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Bettenbörsen: Übernachtungen bis zu 90 Prozent billiger

Bettenbörsen sind derzeit der Renner im Tourismusgeschäft. Der Clou: Hier profitieren alle Seiten. Touristen zahlen für die Übernachtung sehr günstige Preise, Wohnungseigentümer oder Mieter können sich etwas Geld hinzuverdienen und die Bettenbörse als Vermittler verdient auch noch an diesem Geschäft. Kein Wunder also, dass sich immer mehr Betten-Vermittler auf den Online-Markt drängen.

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Bettenbörsen: Die günstige Alternative für den Städtetrip

[sam id=“28″ codes=“true“]Bettenbörsen erleben derzeit einen wahren Boom. Gerade in Großstädten wie Berlin, München, Hamburg, Frankfurt oder Düsseldorf sind in Messezeiten oder in der Urlaubssaison die Hotels und Pensionen entweder ausgebucht oder unverschämt teuer. Privatunterkünfte sind daher bei Messebesuchern oder Städtereisenden zunehmend gefragt. Die Nachfrage war in der Vergangenheit stets größer als der Markt, was hazuptsächlich an der mangelhaften Vermarktung lag. Im Online-Zeitalter ist dies zum Glück anders.

Internet-Portale wie Airbnb, 9flats oder Wimdu helfen bei der Vermittlung der Privatunterkunft: Die Anbieter bieten eine professionelle Vermarktung für die Vermieter: Belegungspläne, Werbefotos, schicke Detailaufnahmen inklusive. Die Portalbetreiber wickeln auch die Bezahlung ab. Dafür fallen jedoch Gebühren an: Je nach Portal zahlen Anbieter und Besucher eine Provision. Im Preis mit drin ist dann aber auch eine Versicherung gegen Diebstahl und Vandalismus. So kann die private Untervermietung für alle Beteiligten ein gutes und vor allem sicheres Geschäft sein.

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Berlin: Lieber Touristen als Mieter

In touristisch attraktiven Städten wie Berlin steigt die Nachfrage nach günstigen Unterkünften für einen Kurzurlaub. Das haben auch die Eigentümer von Mietshäusern gemerkt. Viele vermieten mittlerweile lieber wochenweise an Touristen als sich reguläre Mieter zu suchen, um so höhere Einnahmen zu erzielen.

In einigen Szenebezirken der Haupstadt passiert das mittlerweile derart exzessiv, dass die echten Kiezbewohner auf die Barrikaden gehen. In Berlin-Mitte beispielsweise regt sich Protest gegen die Nachbarn auf Zeit: Allein in einer Wohnanlage in der Wilhelmstraße nahe des Brandenburger Tors haben Anwohner fast 260 Ferienwohnungen gezählt und sich zu einer Bürgerinitiative zusammengeschlossen. Rein rechtlich dürfen Wohnungseigentümer eine Ferienwohnung auch gegen den Willen der Hausgemeinschaft vermieten – das hat der BGH 2010 entschieden.

Den Hotelbetreibern dürften die Privat-Unterkünfte ebenfalls ein Dorn im Auge sein: Schließlich sind die privaten Ferienwohnungen in der Regel deutlich günstiger als viele Hotelzimmer – Zimmerservice, Frühstücksbüffet und anderer Schnickschnack fallen weg, und die Besucher wohnen meist dennoch zentraler als in den Budgethotels am Stadtrand.

Auch Mieter können mitverdienen

Auch Mieter von großen Wohnungen haben die Untervermietung von Gästezimmern oder gleich der gesamten Wohnung als Einnahmequelle entdeckt. Allein in Berlin soll einer Recherche der FAZ zufolge beim Anbieter Airbnb jedes dritte Angebot aus einer Familie oder WG stammen – ob da immer der Vermieter informiert ist, gilt als fraglich. Dabei risikieren Mieter, die ohne Wissen des Vermieters Zimmer an Urlauber untervermieten, die Kündigung des Mietvertrags. Und auch das Finanzamt dürfte sich für die Nebeneinkünfte der Freizeithoteliers interessieren. Denn unter Umständen sind die Einnahmen aus den Privatunterkünften steuerpflichtig.

Achtung: Das Finanzamt will auch mitverdienen

Ob die Einnahmen, die man bei Wimdu, 9flats oder Airbnb steuerpflichtig sind, ist pauschal nicht zu beantworten und hängt meist von der Höhe der Einnahmen ab. Wer beispielsweise in München zum Oktoberfest für ein paar Tage ein Zimmer vermietet und bei diesen Einkünften unter 520 Euro im Jahr erzielt, dürfte Experten von Haus und Grund zufolge mit dem Finanzamt kein Problem bekommen. Wer hingegen das gesamte Jahr über untervermietet und damit höhere Einkünfte erzielt, muss diese Einnahmen dem Finanzamt melden. Immerhin: Wenn es Anfangs zu Verlusten kommt, können diese unter Umständen steuermindernd geltend gemacht werden.

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Die bekanntesten Bettenbörsen in Deutschland

http://www.wimdu.de

http://www.9flats.de

http://www.airbnb.de

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