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Proteste eskalieren: Wieder Demonstrationen in Thailand

Thailand kommt nicht zur Ruhe. Nach 2010 und 2011 gibt es nun erneut Demonstrationen mit mehr als zehntausend zum Teil aggressiven Demonstranten. Trotz einer äußerst starken Polizeipräsenz, ist es Demonstranten heute gelungen in Bangkok das Finanzministerium zu stürmen. Auch in den Straßen der Hauptstadt wird es zunehmend ungemütlich. Zehntausende Demonstranten des gelben Lagers verlangen hier lautstark den Rücktritt von Ministerpräsidentin Shinawatra. Mittlerweile sind auch Touristen auf dem internationalen Flughafen betroffen: Es gibt kaum noch Taxis in die Stadt.

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Thailand: Proteste gegen Regierung eskalieren

Die Bilder wecken unangenehme Erinnerungen: Zehntausende Demonstranten stürmten heute das Finanzministerium Thailands in der Hauptstadt Bangkok. Zuletzt demonstrierten 2011 rund 30.000 Regierungsgegner und legten die thailändische Hauptstadt lahm. Damals sammelten sich die sogenannten Rothemden in der Innenstadt und erinnerten an das gewaltsame Ende ihrer wochenlangen Protestaktion im Mai 2010. Sie verlangten die Freilassung ihrer damals festgenommenen Anführer der “Vereinten Front für Demokratie und gegen Diktatur” (UDD). Nach einer landesweiten Wahl setzten sich die Rothemden schließlich durch.

Unruhen in Bangkok: Demonstranten stürmen Finanzministerium

Nun demonstrierte die Gegenseite, die sogenannten Gelbhemden. Trotz starker Polizeipräsenz in Bangkokist es den Demonstranten gelungen das Finanzministerium gestürmt. In den Straßen der Hauptstadt verlangen Zehntausende den Rücktritt von Ministerpräsidentin Shinawatra.

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Nach Angaben des Spiegel zogen rund 30.000 Menschen durch die Hauptstadt Bangkok und skandierten “Raus mit euch!”. Zuvor hatten am Sonntag bereit mehr als 90.000 Regierungsgegner an Protestmärschen teilgenommen und vor Regierungsgebäuden, Militärbasen und Senders des Staatsfernsehens demonstriert. Es ist die heftigste Protestwelle in Thailand seit den tödlichen Unruhen im Frühjahr 2010.

Einschränkungen: Auch Flughafen in Bangkok betroffen

Touristen, die über Bangkok zurückfliegen wollen oder noch einen Zwischenstopp in Bangkok planen, müssen mit Einschränkungen rechnen. Derzeit betrifft das aber nur den Taxiverkehr. Am internationalen Flughafen Suvarnabhumi gibt es aktuell kaum noch Taxen, so das thailändische Nachrichtenportal phukettrip.

Die Fluggäste wurden aufgefordert, sich frühzeitig vor ihrer Abreise dem Flughafen Suvarnabhumi einzufinden.  Die üblichen Anfahrtszeiten können aufgrund der vielen gesperrten Straßen in Bangkok derzeit nicht eingehalten werden. Die Flughafenverwaltung  forderte Touristen auf auf den Skytrain zum Flughafen auszuweichen.

Keine Reisewarnung für Thailand

Das Auswärtige Amt in Berlin hat seine Empfehlungen zu Thailand bislang nicht angepasst. Auf der Seite heißt es:

„Derzeit finden politische Demonstrationen in Bangkok statt, die sich bisher vor allem in den Distrikten Dusit, Pom Prab, und Phra Nakorn konzentrieren. In diesen Distrikten liegen einige Touristenattraktionen wie z. B. der Grand Palace und Wat Po. Die Behörden in Thailand haben in diesen Distrikten den Internal Security Act ausgerufen. Daher ist mit erhöhten Sicherheitsmaßnahmen und ggfs. Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Die genannten Distrikte sowie Demonstrationsorte sollten gemieden werden. Es wird empfohlen, über Reiseveranstalter und die Presse aktuelle Informationen zur Lage in Bangkok einzuholen.

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Angesichts der Massendemonstrationen im Stadtzentrum von Bangkok und einer weiterhin angespannten innenpolitischen Lage wird geraten, alle größeren Menschenansammlungen im Bangkoker Innenstadtbereich, insbesondere im Gebiet um das Democracy Monument, unbedingt zu meiden.“

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