Sparen beim Sommerurlaub: Neue Internetportale bieten Zimmer von privat

Die Sommerferien stehen vor der Tür. Wer jetzt noch schnell etwas Schönes buchen will, stellt oft fest, dass das Angebot mittlerweile sehr ausgedünnt ist – und die vermeintlichen Last-Minute-Schnäppchen nur noch in schäbigen Hotels zu finden sind. Doch jetzt gibt es Abhilfe im Internet. Gleich mehrere neue Internetportale vermitteln Unterkünfte von Privatpersonen. Die Auswahl ist sehr groß und man hat gleichzeitig einen individuelleren und deutlich günstigeren Urlaub. Gleichzeitig kann man auch seine eigene Wohnung oder ein leerstehendes Zimmer auf den Plattformen anbieten und sich so seine Reisekasse aufbessern.

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Städtetrips im Sommer: Vor allem in den Metropolen hohe Hotelpreise

New York, London, Berlin: Wer in den aufregendsten und schönsten Städten der Welt ein Hotelzimmer sucht, muss mitunter tief in die Tasche greifen – oder Abstriche bei Komfort und Lage machen. In diesem Sommer fast aussichtslos: Ein bezahlbares Hotelzimmer in London zu den Olympischen Spielen zu finden. Gästezimmer oder gar ganze Privatwohnungen sind da oft günstiger.

Beispiel New York: Drei Nächte im Mittelklassehotel „The Empire“ in der Upper West Side von New York kosten stolze 660 Euro, wenn man das Hotelzimmer bei einem großen Reiseveranstalter bucht. Bei einem Wohnvermittlerportal gibt es hingegen ein Privatstudio in der Upper West Side schon ab 198 Euro. Die Preisersparnis ist enorm: 462 Euro oder 71 Prozent! Außerdem hätte das Hotelzimmer eine Größe von nur 19 Quadratmetern, das Privatstudio hingegen hat 37 Quadratmeter, berichtet guter-rat.de.

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Ähnlich sieht es in Berlin aus: Beim deutschen Wohnvermittler Wimdu.de haben die Verbraucher-Journalisten eine Privatwohnung mit vier Betten in der Nähe des Ku’damms für 287 Euro gefunden. Zum Vergleich: Im „Adagio Kurfürstendamm Aparthotel“ würde der Übernachtungspreis für vier Personen bei 477 Euro. Das macht eine Ersparnis von 190 Euro aus – immerhin 40 Prozent. Und es geht sogar noch billiger: Wer nicht gleich eine ganze Wohnung sucht und sich mit einem Zimmer zufrieden gibt, findet schon für 20 bis 30 Euro pro Nacht eine Unterkunft – oft ist sogar ein Internetanschluss inklusive. Bei solchen Preisen können selbst Jugendherbergen nicht mithalten.

Weiterer Vorteil: Man wohnt wie ein Einheimischer

Etwa vier Millionen Deutsche haben bereits eines der Online-Wohnportale genutzt, heißt es aus Branchenkreisen. Und es werden immer mehr. Fast so wichtig wie der günstige Übernachtungspreis ist für viele Nutzer aber auch das Argument, den Urlaubsort so kennenzulernen, wie die Einheimischen ihn erleben.

„Travel like a local“ ist daher der Werbeslogan der Vermittler-Plattform wimdu.de. Im Laden um die Ecke fürs Frühstück einkaufen, ein Glas Wein in einer authentischen Kiezkneipe genießen, die Stadt abseits der ausgetrampelten Touristenpfade erkunden – das wird für Städteurlauber offenbar immer wichtiger. Außerdem können die Gastgeber ihren Besuchern wertvolle Insider-Tipps geben, die in keinem Reiseführer stehen – denn sie sind in der Regel besser über ihre Stadt informiert als manche Rezeptionistin im Hotel. Und das Angebot der Unterkünfte steigt rasant. So verdoppelt sich die Anzahl der angebotenen Unterkünfte beim Anbieter Wimdu.de nach eigenen Angaben monatlich.

[sam id=“28″ codes=“true“]Wie kann ich Geld verdienen mit den Bettenbörsen?

Von den Wohnungsvermittlungs-Portalen profitieren auch die Anbieter der Wohnungen und Privatzimmer. Gerade in gefragten Lagen wie in Berlin-Mitte oder in der Innenstadt von München können Gastgeber mit der Vermietung von Gästezimmern einiges dazuverdienen. In der Provision, die man an das betreffende Portal abgibt, ist oft eine Versicherung inklusive. Im Fall von wimdu.de ist das Wohnungsinventar beispielsweise in einer Höhe von bis zu 50.000 Euro versichert. Bei 9flats.de liegt die Deckungssumme sogar bei 500.000 Euro. Doch wer Geld verdienen will, sollte einiges beachten:

  • Schöne und aussagekräftige Fotos einstellen
    Wer sich in den Anbieterportalen einmal umgesehen hat, wird schnell feststellen: Bei vielen Angebotsbildern waren Profis am Werk. Die Zimmer sind meistens gut ausgeleuchtet und in Szene gesetzt, hübsche Detailaufnahmen wie aus dem Möbelhauskatalog machen Lust, die Unterkunft zu buchen. Tatsächlich bieten die Vermittlungsportale ihren Anbieten ein professionelles Fotoshooting an – oft sogar umsonst! Das sollte man nutzen, wenn man mit der Konkurrenz Schritt halten möchte.
  • Vermieter und Nachbarn informieren
    Wer zur Miete wohnt, sollte sich mit dem Eigentümer bzw. Vermieter unterhalten, bevor man ein Zimmer auf Zeit untervermieten möchte. Zwar kann der Vermieter in der Regel eine Untervermietung nicht ohne weiteres verbieten, aber er wird sehr wahrscheinlich eine Anpassung der Nebenkosten z.B. für die erhöhte Wassernutzung fordern. Außerdem sollte man der Fairness halber auch die Nachbarn informieren, dass künftig häufiger fremde Besucher ins Haus kommen. Bei Beschwerden wegen Lärm oder Schmutz im Treppenhaus ist man für die Besucher verantwortlich und muss selbst dafür sorgen, dass die Nachbarschaft nicht leidet.
  • Das Finanzamt hält die Augen auf
    Wer ab und zu ein Messezimmer vermietet und die Einnahmen wenige hundert Euro nicht überschreiten, muss diese Einkünfte nicht dem Finanzamt melden. Steigen die Einnahmen aber auf deutlich über 500 Euro im Jahr, so sind die Einkünfte unter Umständen steuerpflichtig.
  • Internetzugang anbieten
    Wer ohnehin über ein WLAN-Netz verfügt, sollte das auch den Besuchern zur Verfügung stellen. Für viele Urlauber ist ein Internet-Anschluss mittlerweile ein entscheidendes Kriterium für die Wahl der Unterkunft.
  • Gäste um Bewertung bitten
    Die meisten Vermittlungsportale verfügen über ein Bewertungssystem. Bitten Sie Ihre Gäste, nach ihrem Aufenthalt die Unterkunft zu bewerten. Bei vielen positiven Stimmen können Sie später Ihr Zimmer einfacher vermieten.

Die größten und beliebtesten deutschen Bettenbörsen im Internet

Wimdu.de ist ein Berliner Unternehmen und wurde 2011 gegründet. Das Portal verfügt derzeit über 50.000 Unterkünfte in mehr als 100 Ländern, Tendenz stark steigend. Vermittelt werden Zimmer in Privatwohnungen und WGs, ganze Privatwohnungen und Hostelunterkünfte. Die Buchungen erfolgen per Sofortbuchung oder auf Anfrage. Für Anbieter gibt es einen Versicherungsschutz bei etwaigen Mietschäden über 500.000 Euro.

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Website: http://www.wimdu.de
Facebook: http://www.facebook.com/WimduDeutschland
Twitter: https://twitter.com/#!/Wimdu_de

9flats.com wurde 2011 gegründet und hat seinen Sitz in Hamburg. Derzeit vermittelt das Unternehmen rund 30.000 Unterkünfte in über 100 Ländern. Gebucht wird auf Anfrage, teilweise werden auch Zimmer mit Frühstück angeboten. Die Versicherungssumme liegt bei 500.000 Euro.

Website: http://www.9flats.com
Facebook: http://www.facebook.com/9flats
Twitter: https://twitter.com/#!/9flats

airbnb.com wurde bereits 2008 gegründet und verfügt über etwa 100.000 Objekte in rund 190 Ländern. Die Bandbreite der Unterkünfte reicht vom Hausboot über die Strandvilla bis hin zum Baumhaus. Gebucht wird auf Anfrage, Mietschäden sind bis zu 35.000 Euro versichert.

Website: http://www.airbnb.com
Facebook: http://www.facebook.com/airbnb.de
Twitter: https://twitter.com/#!/airbnb_de

Gloveler.de ist seit 2009 auf dem Markt und hat seinen Firmensitz in Karlsruhe. Das Unternehmen vermittelt etwa 30.000 Unterkünfte in rund 50 Ländern, viele davon in Deutschland. Buchungen erfolgen auf Anfrage, eine Versicherung gegen Mietschäden gibt es momentan noch nicht, soll aber demnächst verfügbar sein.

Website: http://www.gloveler.de
Facebook: http://www.facebook.com/gloveler
Twitter: https://twitter.com/#!/gloveler/

Housetrip.com wurde 2010 in der Schweiz gegründet und vermittelt etwa 65.000 Objekte in 50 Ländern. Man kann per Sofortbuchung oder auf Anfrage buchen. Eine Versicherung für Mietschäden gibt es nicht.

Website: http://www.housetrip.com
Facebook: http://www.facebook.com/HouseTrip
Twitter: https://twitter.com/#!/housetrip

Waytostay.com existiert bereits seit 2004 und hat seinen Firmensitz in Barcelona. Die Auswahl der Unterkünfte ist mit 3.500 Objekten recht überschaubar. Das Unternehmen konzentriert sich vorwiegend auf europäische Metropolen. Gebucht wird sofort per Mausklick, eine Versicherung gegen Mietschäden gibt es nicht.

Website: http://www.waytostay.com
Facebook: https://www.facebook.com/waytostay
Twitter: https://twitter.com/#!/waytostay

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