Elektrische Zahnbürsten im Test: Billig-Zahnbürste ist Testsieger!

Putzen elektrische Zahnbürsten genauso gut wie herkömmliche Hand-Zahnbürsten? Und wieviel Geld muss man in die Hand nehmen, um eine vernünftige elektrische Zahnbürste zu kaufen? Die Stiftung Warentest hat das in der aktuellen Ausgabe (04/2013) der Zeitschrift TEST untersucht. Die große Überraschung: Ausgerechnet eine Billig-Zahnbürste für ca. 22,- Euro wurde zum Testsieger gekürt. Sie ist die einzige Bürste im Test, die ein SEHR GUT (1,5) erhalten hat. Nur geringfügig schlechter ist die zweitplatzierte elektrische Zahnbürste mit einem GUT (1,6). Doch diese kostet mit ca. 160,- Euro fast sieben Mal so viel wie der Testsieger! Qualität ist bei elektrischen Zahnbürsten offenbar keine Frage des Preises.

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Das Zähneputzen mit elektrischen Zahnbürsten polarisiert die Verbraucher seit es elektrische Zahnbürsten gibt. Die Verfechter der Elektro-Bürsten behaupten, ihre Zahnbürsten würden die Zähne gründlicher putzen und somit vor Karies schützen. Die Anhänger der Handzahnbürsten argumentieren dagegen mit Stromverschwendung und angeblicher Faulheit der Nutzer.

Tatsächlich können Elektro-Zahnbürsten das Zähneputzen durchaus vereinfachen, wenn man sie richtig benutzt. Allerdings spart man mit der Elektro-Variante keine Zeit, so die Tester der Stiftung Warentest: Zwei Minuten sollten es mindestens sein. Und: Längliche Bürstenköpfe sind einfacher im Gebrauch als Rundkopfbürsten, sagen die Tester. Denn bei den länglichen Bürstenköpfen muss die Bürste nicht ganz so exakt geführt werden wie bei den Rundkopfbürsten.

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Schallzahnbürsten einfacher in der Handhabung

Für Putzmuffel empfiehlt die Stiftung Warentest daher die sogenannten Schallzahnbürsten. Dabei werden die Zähne nicht etwa durch Schall oder gar Ultraschall gereinigt, sondern sie zeichnen sich durch besonders schnelle Bewegungen des länglichen Bürstenkopfs aus: je nach Modell mit 30.000 bis 42.000 Bewegungen pro Minute. Die Rundkopfbürsten bringen es hingegen in der Regel nur auf maximal 8.800 Bewegungen pro Minute, heißt es im Test.

Billige Elektrozahnbürste ist Testsieger

Besonders außergewöhnlich an diesem Test: Der Testsieger ist eine Elektrozahnbürste, die gerade einmal 22,- Euro kostet und als einzige ein SEHR GUT (1,5) erhält. Die Zweitplatzierte erhält mit einem GUT (1,6) zwar nur eine geringfügig schlechtere Bewertung, ist in der Anschaffung mit 160,- Euro aber fast sieben Mal teurer als der Testsieger. Dass billig nicht unbedingt schlecht sein muss, haben schon viele Tests der Stiftung Warentest bewiesen. Gerade bei Lebensmittel-Tests haben Discounter oft die Nase vorn. Doch bei Elektrogeräten sind in den Tests der Stiftung Warentest die höherpreisigen Geräte oft an der Spitze. Dass ausgerechnet ein Billigprodukt die sehr viel teurere Konkurrenz abhängt, ist daher ungewöhnlich.

Die besten Elektorzahnbürsten im Test 2013

Die Braun Oral-B Vitality Precision Clean hat im aktuellen Test der Stiftung Warentest als einzige elektrische Zahnbürste ein SEHR GUT (1,5) erhalten und ist somit der Testsieger. Auch wenn die Elektrozahnbürste nur über eine Putzeinstellung verfügt, waren die Tester von der „sehr guten“ Putzleistung überzeugt. Die Akkulaufzeit beträgt zwar nur 34 Minuten, was aber für einige Zahnputz-Gänge ausreichen dürfte. Die Handhabung der Braun Oral-B Vitality wird als „einfach“ eingestuft. Der Preis liegt durchschnittlich bei 22,- Euro.

Auf dem zweiten Platz im Test landet die Philips Sonicare Diamond Clean mit einem GUT (1,6) knapp hinter dem Testsieger. Die Putzleistung bewerten die Tester ebenfalls als „sehr gut“. Die Philips-Zahnbürste mit dem „eleganten Design“ ist zwar mit Abstand die teuerste Elektrozahnbürste im Test, dafür bietet sie aber auch allerhand Komfort: Fünf verschiedene Putzeinstellungen, die Aufladung erfolgt über das mitgelieferte Glas, außerdem ist im Lieferumfang ein Reiseetui mit USB-Anschluss und Netzadapter enthalten. Dieser Luxus hat seinen Preis: Im Schnitt kostet die Premium-Zahnbürste 160,- Euro.

Den dritten Platz im Test belegt die ebenfalls recht teure Curaprox Hydrosonic Dental Care Set mit einem GUT (1,7). Die Reinigungsleistung ist laut Test „sehr gut“ und somit fast so gut wie die Sonicare von Philips. Die Tester loben das geringe Gewicht der Curaprox (100 Gramm) sowie die üppige Ausstattung: Außer einer Reisebox verfügt die Zahnbürste auch über Interdentalbürsten für die Zahnzwischenräume sowie drei Putzeinstellungen. Die Handhabung wird als „gut“ bewertet. Im Schnitt kostet die Curaprox 89,- Euro.

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Neben den Akkuzahnbürsten hat die Stiftung Warentest auch Batteriezahnbürsten getestet. Diese haben den Vorteil, dass man einen eigenen Akku verwenden und bei Bedarf auch austauschen kann. Die einzige als „GUT“ (2,4) bewertete Batteriezahnbürste ist die Müller/Sensident Batterie-Zahnbürste Expert. Mit 6,- Euro ist sie besonders günstig und reinigt dennoch „gut“. Die Ausstattung ist entsprechend spartanisch und auch bei der Handhabung reichte es nur für ein „befriedigend“. Dennoch kann die Müller/Sensident als durchaus brauchbare Einsteigerzahnbürste betrachtet werden. Die Zahnbürste ist in Filialen der Drogerie-Kette Müller erhältlich, die vor allem im süddeutschen Raum recht verbreitet ist.

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