Tablet-PC-Test 2012: Stiftung Warentest zeigt gute Alternativen zum iPad

Tablet-PCs gehören zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken 2012. Die Stiftung Warentest hat daher die praktischen Wohnzimmer-Computer genauer unter die Lupe genommen. Das Testergebnis zeigt: Platzhirsch Apple hat mit seinem iPad längst nicht mehr allein die Nase vorn. In der aktuellen Ausgabe des Test-Magazins (Dezember 2012) schneidet der Apple-Konkurrent Samsung sogar ein bisschen besser ab als das iPad 3. Kleiner Schönheitsfehler des Test: Die neuesten iPad-Versionen, die im November 2012 auf den Markt kamen (iPad 4 und iPad Mini) wurden in der Gesamt-Untersuchung nicht mehr berücksichtigt.

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Der Tablet-Markt in Deutschland wächst rasant. Schätzungen zufolge werden 2012 mehr als drei Millionen Tablet-PCs über die Ladentheke gehen – eine Million mehr als im Jahr zuvor. Für Couch-Surfer sind die handlichen Touch-Computer eine praktische Alternative zum Laptop oder Netbook. Sie sind ohne Maus und Tastatur leicht bedienbar und haben in der Regel eine längere Akkulaufzeit.

Es muss nicht unbedingt ein iPad sein

Immer noch dominieren die iPads von Apple mit etwa 60 Prozent immer noch den Tablet-Markt. Den großen Vorteil des Betriebssystems iOS sehen die Tester in der Einfachheit der Bedienung und in der inutitiven Benutzeroberfläche. Zudem punktet das iPad mit der Vielzahl an Apps und Medieninhalten, die immer noch größer ist als das Android-Angebot.

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Doch die Konkurrenz rüstet auf und nimmt dem Platzhirsch Marktanteile weg: Fast jeder dritte Tablet-PC läuft mittlerweile mit dem Google-Betriebssystem Android. Der Vorteil bei den Android-Geräten liegt in der größeren Auswahl an Geräten und im vergleichsweise niedrigeren Preis. Zudem gilt das Android-Betriebssystem als flexibler, da die Oberfläche individueller anpassbar ist. Bei vielen Android-Tablets lässt sich der Speicher mit Speicherkarten erweitern. Und: Zum Austausch von Daten zwischen Android-Tablet und PC reicht in der Regel ein USB-Kabel – eine Zusatzsoftware wie iTunes ist da überflüssig. Und auch beim Preis punkten die Konkurrenten des iPads: Tablets ohne Apfel-Logo gibt es schon 160 Euro günstiger als iPads mit vergleichbarer Ausstattung, so die Stiftung Warentest. Aber auch die Qualität der iPad-Konkurrenten wird immer besser, wie das Beispiel Samsung zeigt.

Testsieger Samsung Galaxy Note 10.1

In der aktuellen Untersuchung kürten die Tester der Stiftung Warentest ausgerechnet den erbitterten Apple-Konkurrenten Samsung zum Testsieger. Das Samsung Galaxy Note 10.1 (GT-N8000) für ca. 580 Euro erhielt die Note GUT (1,9). Das beste Tablet im Test verfügt über einen Eingabestift, um leichter Zeichnen und Schreiben zu können. Das Display empfanden die Tester als „gut“ und „sehr hell“ sowie „unempfindlich gegen Kratzer“. Gelobt werden außerdem der Akku und das Mobilfunkmodul, mit dem man auch ohne WLAN surfen, telefonieren und SMS verschicken kann. Auch die Synchronisierung via Cloud funktionierte im Test gut.

Apple iPad 3 auf Platz 2

Knapp hinter dem Testsieger ordneten die Tester das iPad 3 WiFi Cellular (64 GB) für ca. 760 Euro ein. Es erhielt die Note GUT (2,0). Das iOS-Tablet verfügt ebenfalls über ein Mobilfunkmodul. Es wird für seine sehr gute Verarbeitung sowie das „besonders hoch auflösende Display“ gelobt. Es erschien den Tester „gut“, „sehr hell“ und beeindruckte durch einen „großen Blickwinkel“: Für 3D-Spiele und Videos sehr gut geeignet. Die PC-Synchronisation über die iCloud und die Software iTunes funktionierte im Test sogar „sehr gut“. Als „gut“ bezeichnen die Tester den Akku. Kritisiert wird hingegen, dass der Speicher nicht erweiterbar ist.

Asus Tablet auf Platz 3

Auf dem dritten Rang im Tablet-Test landete das Asus Transformer Pad Infinity TF700T für ca. 570 Euro. An diesem Gerät gefiel den Testern vor allem die Wandelbarkeit. Mit einem zusätzlichen Tastatur-Dock lässt sich das Tablet zu einem Netbook umwandeln. Auch hier war das Display einwandfrei. Etwas schwach erschien den Testern allerdings der Sound über die „schwachen Lautsprecher“. Synchronisation, Akku und Steckplätze für Speicherkarten sorgten wiederum für Pluspunkte im Test.

Weitere gute Tablet-PCs im Test

Dass es auch gute Tablets für unter 500 Euro gibt, beweist das Fujitsu Stylistic M532 für ca. 480 Euro. Es erhielt ein GUT (2,2). Hier hoben die Tester vor allem das Display hervor, das unempfindlich gegen Kratzer ist.

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Das Acer Iconia Tab A701 für 600 Euro erhielt ebenfalls ein GUT (2,3). Gestört hat die Tester an diesem Gerät, dass es kein Programm zur lokalen PC-Synchronisation mitliefert. Außerdem wird es als „recht schwer“ und „eher unhandlich“ kritisiert. Dafür ermöglicht es mittels „Acer Print“ direkt aus dem Browser, E-Mail-Programm und einigen Apps zu drucken.

Das Sony Xperia Tablet S (32 GB) für 500 Euro erhielt wurde auch noch als GUT (2,4) bewertet. Für Punktabzug sorgten das „vergleichsweise kratzempfindliche Display“ und das fehlende Programm zur lokalen PC-Synchronisierung.

Mini-Tablets besonders günstig

Unter den Mini-Tablets (17,4 bis 20,2 cm Bildschirmdiagonale) hat das Asus/Google Nexus 7 (16 GB) die Nase vorn. Das nur ca. 199 Euro teure Gerät erhielt die Testnote GUT (2,4) und war somit das günstigste Tablet mit der Note GUT im Test. Trotz der einfachen Ausstattung bescheinigen ihm die Tester eine „insgesamt ordentliche Leistung“. Minuspunkte sind die fehlende Software zur lokalen Synchronisation und der nicht erweiterbare Speicher. Außerdem fehlt eine rückwärtige Kamera für Fotos und Videos.

Das beste Display im Test lieferte das Toshiba AT270-101 für 550 Euro mit der Note GUT (2,4). Obwohl es auf die Tester nicht sehr hell wirkte, überzeugte es durch hohen Kontrast und einen großen Blickwinkel.

Das dritte gute Tablet unter den Kleinen ist das Samsung Galaxy Tab 2 7.0 (GT-P3100) (16 GB) für 345 Euro. Es erhielt die Gesamtnote GUT (2,5) und wird vor allem für seine E-Mail-Funktion und die Handlichkeit gelobt. Dafür ist der Akku laut Test nur „befriedigend“.

 

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Ein Kommentar

  1. Also ich muss sagen mit meinem Acer Aspire hier, bin ich auch ganz zufrieden. Etwas umständlich finde ich, dass man schlechter mit ihnen schreiben kann, als mit einer richtigen Tastatur.
    Zu diesem Zweck steht daheim ja aber immer noch der echte gute alte PC.

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