Günstig heizen mit Holz

Größter Preistreiber sind derzeit die Energiepreise. Bei leichtem Heizöl betrug die Teuerungsrate sogar unfassbare 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Keine Frage, man sollte sich so langsam nach Alternativen umschauen, beziehungsweise über ergänzende Heizformen nachdenken, die den Heizölverbrauch deutlich vermindern. Holz ist so ein Spar-Klassiker, doch es gilt einiges zu beachten.

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Ein Kaminfeuer ist nicht nur schön anzusehen, es verbreitet auch eine wohlige Wärme. Und seitdem die Heizölpreise – und mit ihnen die daran gekoppelten Gaspreise – durch die Decke gegangen sind, hilft Holz auch beim Sparen. Der wohl älteste Brennstoff in der Menschheitsgeschichte erlebt derzeit eine ungeahnte Renaissance.

Woher bekomme ich Brennholz?

In Baumärkten, zum Teil sogar in Supermärkten gibt es Brennholz zu kaufen. Teilweise als Scheite in Säcken für 2-3 Euro. Dies ist für ein gemütliches Kaminfeuerchen am Wochenende sicher zu empfehlen, wer jedoch richtig mit Holz heizen will, der sollte sein Holz anderswo besorgen und damit deutlich mehr Geld sparen. Nämlich da, wo das Holz herkommt. Im Wald.

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Doch auch ein Wald ist ein Wirtschaftsunternehmen und will Geld verdienen. Dort einfach Holz schlagen oder aufsammeln ist illegal. Der jeweilige Revierförster ist Herr im Wald und steht Ihnen bei einem Kaufwunsch beratend zur Seite. Einfach bei einem Förster in ihrer Nähe anrufen und eine Bestellung aufgeben.

Sie werden staunen, wie professionell die meisten Förster ihr Produkt verkaufen. Es gibt nämlich nicht nur Brennholz. Vom ganzen Baum zum selbst zerlegen, bis hin zum Convenienceprodukt, den bereits vorgetrockneten und in kamingerechte Form gebrachten Holzscheite gibt es alles im Angebot. Zu unterschiedlichen Preisen versteht sich.

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Holzsorte wichtig

Auch die Holzsorte ist entscheidend: Birke ist eher günstig, Buche eher teuer. Das liegt daran, dass man von Buchenholz deutlich mehr hat, während die gute Birke eher schnell verbrennt. Die Preise sind daher höchst unterschiedlich. Was früher als „Steher Holz“ verkauft wurde, kommt heute als Raummeter daher. Bei der günstigsten Variante, dem Selbstschlagen, kostet der Raummeter Weichholz ungefähr 15 Euro pro Raummeter. Bei Hartholz muss man zum Teil das doppelte hinlegen. In der kamingerecht aufbereiten Form kommt das Hartholz sogar auf bis zu 80 Euro pro Raummeter!

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt

Brennholz darf nur verfeuert werden, wenn es eine Restfeuchte von 20 Prozent oder darunter hat. Daher ist der Zeitpunkt wichtig, wann man sich das Holz besorgt. Und siehe da: Genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt! Als Faustregel gilt nämlich: In den Herbstmonaten das Holz schlagen – in den windreichen Wintermonaten trocknen. Daher ran an die Axt! Ist der Baum zerlegt und nach Hause transportiert, so muss eine Lagerstätte gefunden werden.

Viele machen den großen Fehler, das Holz im Keller zu lagern. Dort schimmelt es eher und bleibt feucht, was weder das Kaminfeuer, noch den Schornsteinfeger erfreut. Besser ist es das Brennholz draußen trocknen zu lassen. Am besten unter einem Vordach -zunächst ohne Plane- an der frischen Luft. Denn im Wind trocknet das Holz viel besser als im vielleicht wärmeren, trockenen Keller. Der Untergrund muss trocken sein. Daher empfiehlt es sich, das Holz auf einer Euro-Palette (die Dinger auf denen Supermärkte Waren bekommen) zu lagern. Euro-Paletten bekommt man im Holzhandel oder auf Nachfrage manchmal auch für kleines Geld vom Lageristen im Supermarkt. Wenn das Holz dann im Frühling/Sommer trocken ist, dann eine Plastikplane überziehen, um das Holz vor Regen zu schützen. Im nächsten Winter haben Sie dann Ihr perfektes Brennholz!

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